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Rundreise zu Ciudad Juarez

Öku-Büro München vom 22.07.2010

  Informationsrundreise von Veronica Corchado vom Netzwerk
Pacto por la Cultura aus Ciudad Juárez


zum Thema Militarisierung der Grenzstadt und der aktuellen Situation um die Frauenmorde.

Veranstalter Öku- Büro München
Vom 16.09. bis 1.10.


Kurz nach seiner Amtsübernahme hat Mexikos President Felipe Calderon, den »Krieg gegen den Drogenhandel« erklärt. Für viele war das nicht nur eine missglückte Wortwahl. Das Militär auf die Straßen zu schicken um polizeiliche Aufgaben zu übernehmen war vielleicht der gröbste Fehler seine Amtszeit. Mit der Zeit wurde die Befürchtung Vieler bestätigt: Es ging nicht um eine Übernahme der Aufgaben der Polizei durch das Militär, sondern um eine Militarisierung des öffentliches Lebens an verschieden Punkten des Landes. Parallel zur Präsenz der Soldaten auf den Straßen stieg auch die Anzahl der Exekutionen und die Gewalt im allgemeinen. Berichte gehen von über 24.000 (Vierundzwanzigtausend) Ermordeten seit Ende 2006 aus. Auch die Anzahl der Anzeigen wegen Menschenrechtsverletzungen durch das Militär und die verschiedenen Polizeieinheiten ist enorm gestiegen. Diese Situation hat am Anfang die Zivilgesellschaft in eine Art Schockzustand versetzt. Aber wie einige AktivistInnen uns in verschiedenen Gesprächen gesagt haben, wollten sie nicht zitternd warten, bis auch sie dran wären.

Mit viel Mut und nicht weniger Risiko haben sie wieder das Wort ergriffen um ihre Ablehnung dieser Politik der Angst und des Schweigens deutlich zu machen. Dabei haben sie nicht nur gegen die Bedrohungen ihrer eigenen Unversehrtheit zu kämpfen. Sie werden auch durch die Medien und mittels Regierungserklärungen als eine Art VaterlandsveräterInnen dargestellt. Die Meldungen in der hiesigen Presse darüber tendieren zur Skandalisierung, ohne die wahren Hintergründe zu erwähnen und wirken so als Verstärkung der Informationslinie der mexikanische Regierung. Ciudad Juárez ist als eine der wichtigsten Grenzstädte zur USA ein begehrter Übergang für den Drogenhandel, der mit allem Mitteln umkämpft wird. Ebenso wie in konventionellen Kriegen leidet die Zivilbevölkerung am meistens. In den letzten Monaten haben die Massenexekutionen von Jugendlichen so drastisch zugenommen, dass einige von »jovenicidio« (Jugendmorde) sprechen.

Das Netzwerk »Pacto por la Cultura« besteht aus Kunstschaffenden, AkademikerInnen und Intellektuellen aus Ciudad Juárez, die sich seit geraumer Zeit mit den diversen Problemen der Grenzstadt auseinandersetzen. Sie sehen ihre Werke als eine Möglichkeit zur politischen Intervention, ohne dabei einen Qualitätsverlust einbüßen zu müssen. Sie betrachten die Kulturarbeit aus einer Genderperspektive als eine unverzichtbares Werkzeug für Ihre Arbeit, die sie besonderes mit Jugendlichen und Frauen machen. Veronica Corchado ist Mitbegründerin von Pacto por la Cultura und mit ihrem 20 jährigen Engagement in verschiedene Initiativen verfügt sie über die notwendige Erfahrungen und Information, um über die immer komplexer werdende Situation in Ciudad Juárez zu berichten. In ihren Vorträgen wird sie auf folgende Themen eingehen: Frauenmorde; mit Schwerpunkt auf die Entwicklungen nach der Verurteilung Mexikos durch den Interamerikanischen Gerichtshof. Militarisierung der Stadt und die folgenden Menschenrechtsverletzungen durch Militär und Polizei sowie der Alltag in einer Stadt im Kriegszustand. Risiken und Chancen für ihre Interventionsarbeit.

Zum praktischen Teil:

Die Rundreise findet zwischen dem 16.09. und dem 1.10. statt. Wir würden uns freuen, wenn ihr euch für eine Veranstaltung mit Veronica entscheidet. Einige Termine sind schon belegt, daher es ist wichtig, dass ihr euch so bald wie möglich meldet... falls ihr Interesse an einer Veranstaltung habt. Veronica wird von einem Mitarbeiter des Öku-Büros begleitet, der auch übersetzen kann. Von dem/der GastgeberIn brauchen wir: Einen Veranstaltungsraum 2 Schlafplätze Essen für 2 Personen 120 € (darüber können wir wie immer reden)

Kontakt: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt
Fon: 089 448 5945
Mobil: 0152 04354752


Oekumenisches Buero fuer Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Oficina Ecumenica por la Paz y la Justicia
Pariser Str. 13
D-81667 Muenchen
Alemania
Tel: + 49 89 4485945
Fax: + 49 89 487673
E-Mail: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt
http://www.oeku-buero.de

 Quelle:  
  http://www.oeku-buero.de 
 

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