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Javier Torres - Protestbrief der Initiative Mexiko

Initiative Mexiko vom 25.04.2011

  Lic. Felipe Calderón Hinojosa
Presidente de los Estados Unidos Mexicanos
Residencia Oficial de "Los Pinos". Casa Miguel Alemán
Col. San Miguel Chapultepec
doc. 1104/44
México D.F., C.P. 11850

Hamburgo/Vancouver, 25. April 2011

Sehr geehrter Herr President:

Mit Bestürzung und Empörung haben wir von der Ermordung von Javier Torres Cruz erfahren, eines Bauern der Gemeinde La Morena in der Sierra de Petatlán, Guerrero. Am 18. März 2011 geriet der 30 Jahre alte Javier Torres Cruz in einen Hinterhalt nahe seiner Gemeinde und wurde erschossen; sein Bruder Felipe Torres Cruz, der ihm zur Hilfe kam, wurde schwer verwundet. Nach Pressemeldungen wurde dieser Überfall von Killern im Dienste des Kaziken Rogaciano Alba Álvarez begangen, der jetzt in der Strafanstalt La Pala einsitzt.

Militärs des 19. Infanteriebatallons, welche die Familie um Schutz ersuchte, verweigerten ihn mit dem Argument, " sie wollten keine Schwierigkeiten kriegen". Dieses Batallon hatte jedoch keine Skrupel gehabt, Javier Torres Cruz persönlich, seiner Familie und seiner Gemeinde Schwierigkeiten zu machen.

A, 22. Dezember 2008 und am 1. März 2010 haben wir, Lawyers’ Rights Watch Canada und Initiative Mexiko, in an den Gouverneur von Guerrero gerichteten Briefen gegen die militärische Invasion in die Gemeinde La Morena am 14. November 2009 und am 16. Februar 2010 und die Terrorisierung der Bewohner protestiert, ebenso gegen die Entführung und Folterung von Javier Torres, die Elemente des 19. Infanteriebatallons im Dezember 2008 begangen hatten. Unseres Wisses hat es nie eine Untersuchung des Eindringens der Armee in diese Gemeinde mit seinen fatalen Folgen gegeben.

Wir betonen von Neuem, dass diese fortgesetzte Verfolgung, die im Mord an Javier Torres gipfelte, einen sehr deutlichen Hintergrund hat: Am 190. September 2007 hatte Javier Torres bei der Staatsanwaltschaft Anklage gegen Rogaciano Alba Álvarez erhoben als Verantwortlichen für die Ermordung der Rechtsanwältin Digna Ochoa y Plácido und wegen seiner Beziehung zum Drogenhandel. Diese steht nach der Inhaftigerung von Alba Álvarez, der militärischen Schutz genoss und eine wichtige Position im Drogenkartell von Sinaloa inne hatte, außer Zweifel.

Wir gedenken mit großem Respekt und mit Traurigkeit dieses mutigen jungen Bauern, der es, im Bewußtsein der Risiken, gewagt hatte, eine Zeugenaussage zu machen und Information und für die Ergreifung der Mörder von Digna Ochoa relevante Spuren zu liefern. Zu erwähnen ist noch, dass die verantwortliche Instanz es vermieden hat, diesen Spuren gründlich nachzugehen, die Täter straflos gelassen und einen Suizid als bequemere Lösung dieses Falls konstruiert hat.

Es ist ein Skandal und empörend, dass Javier Torres niemals die Schutzmaßnahmen erhalten hat, welche die Interamerikanische Menschenrechts kommission ihm am 21. Dezember 2008 bewilligt und welche er selbst am 7. August 2009 gegenüber dem Vertreter der Staatsanwaltschaft von Azueta angefordert hatte.

Als Organisationen und Personen, die sich für die Achtung der Menschenrechte in Mexiko einsetzen, fordern wir

  • dass eine umfassende und unparteiische Untersuchung des Mordes an Javier Torres und der
  • borausgegangenen Behelligungen und Überfälle eröffnet werden und die Schuldigen, seien es
  • Zivilisten, Paramilitärs oder Militärs, vor Gericht gestellt werden.
  • dass die Familie und die Gemeinde des Opfers einen wirksamen Schutz und eine Vergütung für
  • die angerichteten Schäden erhalten
  • dass die Verantwortlichen für die Missachtung des Beschlusses der CIDH bestraft werden
  • dass die Zeugenaussage von Javier Torres, die ihn das Leben kostete, gebührend berücksichtigt werde im Fall Digna Ochoa
  • dass der Komplizenschaft von Kaziken, Militärs und dem organisierten Verbrechen, die in Guerrero herrscht und zu Straflosigkeit und extremer Gewalt führt, ein Ende bereitet wird

Herr President, seit Jahren fragen wir in unseren Schreiben: »Wann wird endlich in Guerrero ein Rechtsstaat etabliert?« Offensichtlich entfernt sich der Staat auf eine erschreckende Weise von den diesem Ziel.

Wir appellieren an die Behörden, insbesondere den neuen Gouverneur von Guerrero, ihre Verantwortung für die Garantie der Menschenrechte und das Wohlergehen des Landes ernst zu nehmen.

Atentamente

Prof. H. Ihmig
a nombre de Initiative Mexiko

Gail Davidson, Executive Director
Lawyers’ Rights Watch Canada


c.c.p.
Lic. Ángel Heladio Aguirre Rivero, Gobernador Constitucional del Estado de Guerrero
Lic. José Francisco Blake Mora, Secretario de Gobernación
Felipe de Jesús Zamora Castro, Subsecretario de Asuntos Jurídicos y Derechos Humanos de la SeGob
Genaro García Luna, Secretaría de Seguridad Pública
Marisela Moreles Ibañez, Procuradora General de Justicia de la República
Liz. Miguel Ángel Mancera Espinosa, Procurador General de Justicia de DF
Lic. Humberto Salgado Gómez, Secretario de Gobierno del Estado de Guerrero
Lic. Jesús Ramírez Guerrero, Procurador General de Justicia del Estado de Guerrero
Dr. Raúl Plascencia Villanueva, Presidente de la Comisión Nacional de Derechos Humanos
Dip. Rosario Ibarra Presidenta de la Comisión de Derechos Humanos de la Cámara de Senadores
Dip. Manuel Cadena Morales, Presidente de la Comisión de Derechos Humanos de la Cámara de Diputados
Napoleón Astudillo Martínez, Presidente de la Comisión de Derechos Humanos del Congreso del Estado de Gro
Navanethem Pillay, Alta Comisionada de las Naciones Unidas para los Derechos Humanos
Javier Esteban Hernández Valencia, Representante en México de la oficina del Alto Comisionado de las Naciones Unidas para los Derechos Humanos
Sr. Santiago Cantón, Secretario Ejecutivo de la Comisión Interamericana de Derechos Humanos
Francisco J. Barrio Terrazas, Embajador de México en Canada
Francisco N. González Díaz, Embajador de México en Alemania
Medios de comunicación.

 Anhang  
  Brief in spanisch als PDF


 Quelle:  
  http://www.ini-mex.org 
 

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