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Deutschland wird mexikanische Polizisten trainieren

La Jornada vom 29.04.2011
Karina Avilés, La Jornada, 29.4.2011, S.12

 
Deutschland wird mexikanische Polizisten trainieren, um den Kampf gegen die Drogenmafia zu verbessern
Unternehmer dieses Landes mussten ihre Aktivitäten an die mexikanischen Bedingungen anpassen

jornadaKurz vor der Ankunft des Bundespräsidenten von Deutschland, Christian Wulff, schickte der deutsche Botschafter Edmund Duckwitz voraus, dass ein Kooperationsabkommen mit Mexiko ausgehandelt würde, welches dieses Jahr konkretisiert werden soll. Inhalt ist der Austauch in Informationen, Ausbildung und die Erfahrungen, um »Erfolg zu haben im Kampf gegen die organisierte Kriminalität«.

Deutschland, sagte er, beobachte »mit Interesse und Sorge« die Situation, welche aufgrund der Gewalt und der delinquierenden Gruppen im ganzen Land herrsche. Er betonte auch, dass die deutschen Unternehmen im Lande »ihre Aktivitäten an diese Realität anpassen« mussten, indem sie höhere Investitionen in die Sicherheit tätigten.

Im Interview sagte er, dass im Treffen mit dem Präsidenten Calderón die politische und ökonomische Situation beider Länder erörtert würde, sowie die kulturellen und ökonomischen bilateralen Beziehungen, die international Kooperation in den Themen wie Umweltschutz, aber es würde auch die Problematik der Sicherheit und des Kampfes gegen die organisierte Kriminalität angesprochen.

Als Teil des permanenten Dialogs im Bereich Menschenrechte, gab er an, dass Bundespräsident Wulf ein Treffen mit Organisationen habe, welche die grundsätzlichen Rechte verteidigen.

Er bezeichnete die Beziehungen zwischen beiden Ländern als »sehr intensiv und positiv« und sagte, dass ein grosses Interesse von Seiten der deutschen Unternehmer bestehe, mehr in Mexiko zu investieren und mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

Er betonte, dass die organisierte Kriminalität nicht nur ein Problem Mexiko sei, sondern ein »weltweites«, weshalb es notwendig sei, gemeinsam Lösungen zu finden. Im Abkommen, welches beide Länder zu diesem Thema verhandeln, wird Deutschland den Mexikanern Ausbildung im Bereich Ermittlung ermöglichen, um so die Polizei und die Untersuchungsbehörden besser auszurüsten, erklärte er.

Im Bezug auf den illegalen Verkauf von Waffen aus Deutschland in Mexiko erwähnte er nur, dass dieser untersucht würde und »wir im Kontakt mit den mexikanischen Behörden sind«, um dem Thema nachzugehen.

Der Botschafter Duckwitz hob hervor, dass der Besuch des Bundespräsidenten zum Ziel habe, einen ersten Kontakt zwischen den beiden Präsidenten herzustellen, welche sich nicht kennen, weil dies die erste Rundreise von Wulff durch Lateinamerika sei.

Der Bundespräsident Wulff wird am Samstagabend in Mexiko ankommen. Am ersten Mai wird er Teotihuacán besuchen, sowie das Internationale Zentrum zur Verbesserung von Mais und Weizen in Texcoco.

Tags darauf wird Wulff ein Frühstück mit Repräsentanten von deutschen Firmen haben und wird nachher in einer offiziellen Zeremonie durch Präsident Calderón in Los Pinos empfangen werden.

Beide Amtsträger werden ein privates Treffen haben und darauf eine Pressekonferenz abhalten. Nachmittags wird Wulff einen Vortrag über globale Herausforderungen im vorherigen Internatvon SanIdefonso halten, begleitet vom Rektor der Universität UNAM, José Navarro und wird sich anschliessend mit Menschenrechtsaktivisten treffen. Abends wird die Regierung ihm ein Staatsbankett im Schloss von Chapultepec offerieren.

Am 3. Mai wird der Bundespräsident nach Guanajuato reisen, wo er das Automobilwerk Schäffler besuchen wird. Mittags wird er nach Costa Rica weiterreisen. Die letzte Station seiner Reise wird Brasilien sein.


 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2011/04/29/index.php?section=politica&article=012n1pol 
 

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