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Video: Was passiert in Mexiko?

 

Vortrag von Javier Elorriaga von der Zeitschrift Rebeldía (spanisch & deutsch)

YA-BASTA-Netz vom 26.05.2011

  Video: Was passiert in Mexiko? Vortrag von Javier Elorriaga von der Zeitschrift Rebeldía (spanisch & deutsch)

Vortrag von Javier Elorriaga, Journalist der Zeitschrift Rebeldía − http://revistarebeldia.org/ − vom 21.5.2011 in Frankfurt/Main über die aktuelle Situation in Mexiko aus Perspektive der Menschen, die von unten und links für eine neue Gesellschaft kämpfen. Die zapatistische Bewegung hat mit ihrem Aufstand, dem undogmatischen Vorgehen, der Suche nach einer neuen Art von Politik, Menschen im Widerstand weltweit inspiriert und Hoffnung gegeben. Mit der "6. Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald" initiierte die Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung EZLN im Sommer 2005 in Mexiko die "Andere Kampagne", eine Initiative für eine breite, antikapitalistische und außerparlamentarische Bewegung von links und unten gegen jede Art von Ausbeutung und Unterdrückung und die herrschende Weltordnung.

Die Videos stehen auf der Seite vom Ya-Basta-Netz unter der Rubrik "Rückblick" zur Verfügung:

=> http://www.ya-basta-netz.de.vu/

Die sehr gut besuchte Veranstaltung hat Cafe Antisistema organisiert.

Solidarische Grüße!

Gruppe B.A.S.T.A.

PS: Bitte erwartet kein abwechselungsreiches Video, es ist schlicht die Aufzeichnung eines Vortrags und es war etwas dunkel, aber so kann mensch sich noch besser auf den Inhalt konzentrieren...   ;-)


Bericht von der Veranstaltung am 21.Mai mit Javier Elorriaga
Was ist los in Mexiko? Wie steht es mit den Zapatistas? Was macht die Andere Kampagne?

Die Veranstaltung fand in der Exzesshalle statt. Es waren über 100 Leute da, was für Frankfurt zu dem Thema ja nicht schlecht ist. IranerInnen, KurdInnen, TürkInnen, Menschen aus Mesoamerika und Osteuropa hörten neben Leuten aus der hiesigen Linken den Vortrag von Javier.

Der Vortrag drehte sich um den derzeitigen Krieg in Mexiko und die schlechte mexikanische Regierung, die Mexiko zu einem Polizeistaat macht. Parallel dazu benennt er die ökonomische Ebene, auf der der Staat alles, was nur verkäuflich ist, verkauft. Gleichzeitig kürzen sie Löhne, verschärfen Arbeitsbedingungen und zerschlagen Gewerkschaften.

Demgegenüber wird das Mexiko von unten gestellt, dass sich -- obwohl es Angst hat, und auch das ist im Sinne der Regierung -- immer mehr zusammenschließt und seine Wut auf die Strasse trägt.

Der Drogenkrieg, der in den letzten 5 Jahren über 40.000 Tote gefordert hat, wird mehr und mehr zum Vorwand, AktivistInnen, JournalistInnen, MenschenrechtlerInnen und vor allem Arme zu beseitigen.

Die Angst vor Polizei- oder Militärwillkür zerstört viele soziale Beziehungen, vor allem im Norden und in der Mitte. Menschen fliehen innerhalb Mexikos, z.B. sind aus Ciudad Juarez 230.000 Menschen geflohen. Die Mörder bleiben in der Regel straffrei. Falls die Regierung es ernst meinen würde mit der Zerschlagung der Kartelle, so Javier, würden sie nachforschen, wo die Drogengelder sind und sie einfrieren oder enteignen. Aber das tut sie nicht.

Stattdessen versucht sie von der Angst der Menschen und dem Leid zu profitieren.

Als Beispiel für das Mexiko von unten nennt er die Demonstrationen am 7. Mai, wo unter anderem in Mexiko City mehr als 100.000 Menschen auf der Strasse waren und in San Cristobal ca. 30.000 Menschen.

Zum Ende seines Vortrages erzählte er noch einiges zu den Zapatistas, zu ihrer Organisationsform in den Caracoles und macht deutlich, dass die Autonomie und Selbstverwaltung ein ständiger Prozess ist, der auch das andere Mexiko von unten nicht aus den Augen verliert, sondern solidarisch begleitet. Gerade die Bewegung gegen die Morde, die von den Zapatistas stark unterstützt wird, zeigt, dass sich immer mehr Menschen nicht mehr als Opfer sehen, sondern anfangen, sich zu wehren. Damit wird der gesamte Prozess des Aufbaus eines Mexiko von unten gestärkt. Die Zapatistas sind ein wichtiger Teil darin, schon ihrer großen moralischen Integrität wegen, die sie von den politischen Parteien und der Regierung deutlichst unterscheidet. Gerade diesen Punkt hebt Javier immer wieder hervor.

Die anschliessende Diskussiondauerte mehr als zwei Stunden und drehte sich häufig um grundsätzliche Fragen. So wurde mehrmals nach der "Linie" der Zapatistas gefragt. Seine Antwort war recht knapp: für die Frage, ob wir anarchistisch oder sozialistisch oder wieviel von beidem sind, haben wir nicht so viel Zeit, weil wir praktisch eine selbstverwaltete Struktur aufbauen, in der es den Menschen besser geht.

Die Diskussion hätte noch viel länger gedauert, aber so gegen 23:30 haben wir sie dann abgebrochen. Mehr als 3,5 Stunden Veranstaltung wollten wir dem Referenten nicht zumuten.

Wir sind froh, dass wir das alles gemacht haben und halten es für einen grossen Erfolg, der sicher seine Auswirkungen sowohl in der Stadt als auch bei den internationalen Gästen haben wird.

An dieser Stelle nochmals vielen, vielen Dank den ÜbersetzerInnen und vor allem natürlich Javier.

24. Mai 2011

Cafe Antisistema

 Quelle:  
  http://www.ya-basta-netz.de.vu/ 
 

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