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Naturschutz im Spannungsfeld von Mensch, Umwelt und Politik:

 

Her mit dem guten Leben!

Veranstaltungshinweis vom 31.10.2011
Informationsbüro Nicaragua e.V.

  Referent: Peter Clausing
Raum: die börse, Roter Salon

Lageplan − Übersicht
Lageplan − Detail


Woran denken wir beim Stichwort «Naturschutz»? An grüne Wälder, Artenvielfalt, Naturschönheiten; an notwendige Maßnahmen, um die Zerstörung natürlicher Ressourcen zu verhindern und die biologische Vielfalt zu schützen. Weniger bekannt ist, dass oftmals wirtschaftliche Interesse hinter dem eigentlichen Naturschutzgedanken stecken. Viele Naturschutzgebiete stellen Ausgleichsflächen für weltweite profit- und wachstumsbedingte Naturzerstörung dar. Um den hohen CO2 -Ausstoss in den Ländern des Nordens zu kompensieren, wird Naturschutz in den Ländern des Globalen Südens oftmals mit Gewalt, Verboten und Vertreibungen durchgesetzt und geschieht somit auf Kosten der jeweiligen lokalen Bevölkerung. Das Übel bei der Wurzel zu packen, würde aber einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel und eine Unterbindung der Verschwendung von Ressourcen erfordern – und nicht die Schaffung immer neuer Naturschutzgebiete bei fortgesetzter gleichzeitiger Ressourcenverschwendung.

Peter Clausing ist Agrarwissenschaftler und freier Publizist (u.a. «Naturschutz und Profit», 2008). Er engagiert sich in der Infostelle Militarisierung e.V. und der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie.

Das weitere Programm findet sich weiter unten und unter: hermitdemgutenleben.de

Eine Veranstaltungsreihe des Informationsbüro Nicaragua in Kooperation mit BASO - Basisinitiative Solidarität

Diese Veranstaltungsreihe findet statt mit finanzieller Unterstützung des BMZ und der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.


»Her mit dem guten Leben!«
Gegenentwürfe zur globalen Krise
Wuppertaler Süd-Nord Kolloquium

EDITORIAL

Die Welt steckt in einer globalen Krise, die sich als Finanz-, Wirtschafts-, Klima- und Ernährungskrise gleichzeitig manifestiert. Jahrzehnte lang musste sich alles dem Zwang des »ewigen Wachstums« unterordnen, soziale Gerechtigkeit genauso wie ökologische Nachhaltigkeit. Sei es die verzweifelte Suche nach Erdöl, die mit der havarierten Deepwater Horizon die größte Ölpest aller Zeiten verursachte, die Hungerkatastrophe in Ostafrika, das Finanzcasino und der drohende Staatsbankrott der EU-Länder oder die schmelzenden Gletscher und Polkappen: Es deutet vieles darauf hin, dass die Rechnung für diese Politik am Ende so teuer sein wird, dass sie nicht mehr zu begleichen ist. Dabei gibt es zahlreiche Gegenentwürfe zur vermeintlichen Alternativ- und Ausweglosigkeit der Krisenpolitik. Welche Ansätze sinnvolle politische Alternativen sein können, möchten wir im Wuppertaler Süd-Nord-Kolloquium mit euch diskutieren. Wir möchten Praxisbeispiele aus Lateinamerika und Europa vorstellen, die auch für uns – hier und jetzt – relevant sein können. Es geht um soziale Infrastruktur und nachhaltige, gerechte Produktion; es geht darum, wie wir die Gesellschaft organisieren und wie wir wirtschaften wollen; es geht um Gerechtigkeit und Selbstbestimmung, Solidarität und Kooperation, um kollektive Prozesse, um die Wiederaneignung des öffentlichen Raumes und Demokratie in allen Bereichen, global und lokal. Kurz: Es geht um Entwürfe für das Gute Leben.


24.11.2011 // 19:30h // die börse, Wuppertal
Jenseits des BIP: Alternative Kriterien zur Messung von gesellschaftlicher Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gilt als entscheidender Indikator, um die Entwicklung eines Staates zu messen. Negativfolgen von wirtschaftlichem Wachstum wie Umweltzerstörung, Ressourcenverbrauch und Verteilungsungerechtigkeiten werden hier ausgeblendet. Das Institut für interdisziplinäre Forschung FEST erstellte in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin ein Konzept zur Messung gesellschaftlicher Wohlfahrt und ökologischer Nachhaltigkeit, bei der Mensch und Natur im Mittelpunkt stehen. Der »Nationale Wohlfahrtsindex« bezieht die im BIP vernachlässigten Wohlfahrtsleistungen, wie z.B. Hausarbeit oder Ehrenamt, mit ein. Negativ bilanziert werden dagegen Umweltschäden. Auch soziale Faktoren wie Verteilungsgerechtigkeit, öffentliche Ausgaben für Gesundheit und Bildung werden berücksichtigt. Die Ergebnisse sind aufschlussreich und werfen spannende Fragen auf: Fordert Wirtschaftswachstum Verteilungsungerechtigkeiten und Umweltzerstörung? Und wie kann Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik in einer Gesellschaft ohne die Leitvorstellung eines ständigen Wirtschaftswachstums gestaltet werden?

Referentin:

Dorothee Rodenhäuser von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) e.V. in Heidelberg wird den Nationalen Wohlfahrtsindex vorstellen und mit uns diskutieren, was sich ökonomisch und politisch ändern müsste, um Gemeinwohl und Nachhaltigkeit in den Fokus zu rücken.


15.12.2011 // 19:30h // die börse, Wuppertal
Commons und soziale Infrastruktur

Unser Leben basiert auf Ressourcen: Auf der Vielfalt der Natur, auf sozialen Freiräumen, auf Bildung und Wissenschaft und der digitalen Welt. Und im Grunde ist von allem genug für alle da. Doch diese Ressourcen werden privatisiert und massiv übernutzt, anstatt Zugangs-, Nutzungs- und Teilhaberechte an ihnen weltweit nach selbst gesetzten und lokal angepassten Regeln kollektiv zu bestimmen und sie somit als Gemeingüter (Commons) zu nutzen. Nur, wenn unsere Infrastruktur sich an sozialen Gesichtspunkten orientiert und nicht mehr am Machthunger und Bereicherungswahn einzelner, könnten wir es schaffen, Bildung und Gesundheitsversorgung für alle sowie Klimagerechtigkeit und eine weltweite Ernährungssouveränität sicher zu stellen.

Können wir mit den Commons eine Antwort auf die scheinbare politische Alternativlosigkeit geben?

Ist das Thema der ‚sozialen Infrastruktur’ geeignet, über die beispielhaften »harmonischen Inseln« im Kapitalismus hinaus wirkliche gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Gang zu setzen?

Referent_innen:

Friederike Habermann ist Ökonomin und arbeitet als freie Wissenschaftlerin. Sie veröffentlichte kürzlich das Buch »Halbinseln gegen den Strom« und sieht eine Zukunft in Gemeingütern, da sie uns eine Gesellschaft struktureller Gemeinschaftlichkeit ermöglichen.

Thomas Seibert ist Philosoph und Autor. Er arbeitet bei medico international und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Rosa Luxemburg-Stiftung.


Informationsbüro Nicaragua e.V.
Deweerthstr. 8
42107 Wuppertal
Tel. 0202-300030
E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt
www.informationsbuero-nicaragua.org

Hinweis: chiapas.eu garantiert nicht für die Richtigkeit der Karten.

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