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Geplante Rundreise von AktivistInnen aus Oaxaca

Öku-Büro München vom 17.04.2012

  Liebe Compas,

zwischen 17.5. und 3.6. werden wir zwei AktivistInnen aus Mexiko nach Deutschland einladen. Bettina Cruz und Angélico Solano kommen aus dem Bundesstaat Oaxaca, wo sie für die Verteidigung ihres Territoriums kämpfen. Wegen ihrem Engagement gegen die Windparks und für den Schutz des Waldes sind sie auch verfolgt und der Repression ausgesetzt worden.

Zu den Windparks:

Bettina ist Mitglied der »Asamblea de los Pueblos Indígenas del Istmo de Tehuantepec en Defensa de la Tierra y el Territorio« (Versammlung der Indigenen Völker von Tehuantepec in Verteidigung von Land und Territorium). Außerdem ist sie Mitglied in dem Bundesweiten Netzwerk gegen die hohen Strompreise.

Da der Isthmus von Tehuantepec der einzige Ort auf dem ganzen amerikanischen Kontinent ist, wo es keine Bergkette zwischen Atlantik und Pazifik gibt, sind die Windgeschwindigkeiten sehr hoch und konstant. Diese besondere klimatische Eigenschaft hat die Aufmerksamkeit der Energiekonzerne geweckt, die nun ein Windrad neben dem anderen aufstellen wollen. Auch wenn die Windenergie hier als »saubere Energie« verkauft wird, kann davon – zumindest in Mexiko – keine Rede sein. Der Aufbau der Windkraftanlagen hat starke negative Auswirkungen auf die Umwelt. Z.B. stören die Fundamente der Windräder den normalen Verlauf des Grundwassers und somit wird die Existenz von vielen Kleinbauern und -bäuerinnen gefährdet. Tausende von Zugvögeln werden durch die Rotorblätter getötet. Das Land wird durch auslaufendes Öl verseucht. Hinzu kommt, dass die BetreiberInnen der Windparks einen lächerlichen Pachtpreis für das Land bezahlen. Der durch die Windkraft erzeugte Strom wird teuer als »grüner Strom« in den USA verkauft, während die AnwohnerInnen den überteuerten Strom des staatlichen Konzerns CFE kaufen müssen. Bettina und ihre MitstreiterInnen kämpfen gegen diese Form von Ressourcenraub. Gegen viele der AktivistInnen (mehr als hundert) liegen Haftbefehle vor. Sie selbst wurde im März inhaftiert und ist dank einer großen Soliaktion auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden. Es läuft ein Prozess gegen sie.

Zum Regenwaldschutz:

Angélico ist Mitglied und Gemeinderat von San Miguel in der Region Chimalapas an der Grenze zwischen Oaxaca und Chiapas. Die Gemeinde besitzt Landtitel über 540.000 Hektar Wald (das ist die doppelte Fläche des Saarlands), die Kollektiveigentum sind. In den 90er Jahren beschloss die Gemeinde, den Regenwald zu schützen und geriet deswegen mit Holzfällern und Viehzüchtern in Konflikt.

Außerdem wurden auf den kollektiven Ländereien immer wieder Leute angesiedelt. Dies hatte zur Folge, dass die Gemeinde zunehmend vom Staat unter Druck gesetzt wurde, ihr Land zu verkaufen. Die Gemeinde San Miguel betonte immer, dass ihr Land nicht zum Verkauf stünde, sie aber gerne die neu angekommenen SiedlerInnen als »comuneros« aufnehmen würden. Somit wären die SiedlerInnen ebenfalls Teil der Gemeinde geworden, die das Land kollektiv besitzt. Dieses Angebot wurde systematisch abgelehnt.

Da die geographische Lage der Gemeinde sehr isoliert ist, wird sie häufig angegriffen. Die Regierungen von Oaxaca und Chiapas sowie die Bundesregierung setzen auf eine bereits erprobte Strategie: Konflikte werden geschürt, um hinterher die Repression zu rechtfertigen. Im November 2011 marschierte die Polizei mit dem Vorwand in San Miguel ein, einen festgehaltenen Viehzüchter zu befreien. Vier Mitglieder der Gemeinde wurden verletzt und weitere sieben (darunter auch Angélico) wurden festgenommen.

Die Rundreise wird vom 17.5. bis 3.6. 2012 stattfinden.

Wegen Teilnahme der ReferentInnen am BUKO können ab dem 20.5. Veranstaltungen organisiert werden.

Was wir brauchen:

  • einen Veranstaltungsort
  • Unterkunft und Verpflegung für 3 Personen
  • 200 € pro Veranstaltungsort

Die ReferentInnen werden von einem Mitarbeiter des Büros begleitet, der auch die Veranstaltungen übersetzen kann.

Veranstalter Öku-Büro München
Unterstüzt dürch Kath-Fonds und Diakonisches Werk

Kontakt:
Daniel Tapia Montejo
E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt
089 448 5945
0176-3269 2946


Ökumenisches Büro MünchenOekumenisches Buero fuer Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Oficina Ecumenica por la Paz y la Justicia
Pariser Str. 13
D-81667 Muenchen
Alemania
Tel: + 49 89 4485945 Fax: + 49 89 487673
E-Mail: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt
http://www.oeku-buero.de
Vereinsregister Nr. VR 11081
Registergericht: Amtsgericht Muenchen
Vertretungsberechtigter Vorstand: Karl Schuhbauer, Miriam Stumpfe

 Quelle:  
  http://www.oeku-buero.de 
 

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