Schnellnavigation

Listenmoderator

Die Liste wird von PCl moderiert.

Webmaster

chiapas.eu powered by KADO.

unterstützte Standards

W3C HTMLW3C CSS
RSS 2.0Adobe PDF
twitter.com/chiapas98

Genmaisanbau - keine Antworten auf drängende Fragen

Poonal vom 03.06.2012
von Angélica Enciso, Blanche Petrich

 

Mais-in-CIMMYT-Gendatenbank-in-Mexiko, Foto: CIMMYT, BY-NC-SA 2.0, FlickrMais-in-CIMMYT-Gendatenbank-in-Mexiko, Foto: CIMMYT, BY-NC-SA 2.0, Flickr
(Mexico-Stadt, 13. Februar 2012, la jornada-poonal).- Die Genehmigung für den Versuchsanbau von Genmais wirft eine Frage für Mexiko auf: Wie ist die zukünftige Vermarktung von Genmais mit der Verantwortung des Landes kompatibel, die enorme biologische Vielfalt des Maisgetreides zu bewahren? Diese Frage wurde in »Nature«, der wichtigsten wissenschaftlichen US-Zeitschrift im Januar 2011 behandelt. Den Artikel verfassten unter anderem José Sarukhan, von der Nationalen Kommission für die Erforschung und Nutzung der Biodiversität Conabio Comisión Nacional para el Conocimiento y Uso de la Biodiversidad) und seine Mitarbeiterin Francisca Acevedo.

In diesem Artikel wird die Auffassung vertreten, dass die öffentliche Debatte und die Politik Schlüsselaspekte der Auswirkungen genveränderter Organismen auf die einheimischen Arten auch sechs Jahre nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Biosicherheit in Mexiko noch nicht ausreichend behandelt haben. Die AutorInnen gehen davon aus, dass es sich nicht um eine »abgeschlossene Angelegenheit« handele. Es fehlten »weitere Untersuchungen, um festzustellen, wie sich die Genflüsse von einer Anbaupflanze zu einer anderen produzieren, wie mit diesen Flüssen und den langfristigen Folgen umgegangen werden muss«.

Bunter Mais (Mexiko) / Foto: Archivo-de-Proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, FlickrBunter Mais (Mexiko) / Foto: Archivo-de-Proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, Flickr
Ungeklärte Fragen

Die AutorInnen stellen Fragen wie: Wenn ein Transgen einheimischen Mais kontaminiere, »Wie werden jene Rechte geistigen Eigentums im biologischen, sozialen und ökonomischen Kontext der kleinbäuerlichen Praktiken angewandt, die auf die biologische Vielfalt ihres Mais, seine Nachbaufähigkeit und die Züchtung neuer Sorten abzielen? Welche konkreten Folgen wird es für Kleinbauern oder Kleinbäuerinnen, die einheimischen Mais für die Selbstversorgung anbauen haben, wenn in ihren Ernten Transgene auftauchen? Wie ist die rechtliche Situation von LandwirtInnen, die wissentlich oder unwissentlich transgenes Saatgut tauschen und so das Recht eines Privatpatentes verletzen? Welche Haltung werden die Biotec-Unternehmen in solchen Fällen zur Verteidigung ihrer Patente einnehmen?« Ein Jahr nach Veröffentlichung des Artikels gibt es von den multinationalen Unternehmen noch immer keine Reaktion darauf.

Die BiologInnen hinterfragen in ihrem Artikel, was von der Regierung bereits als Tatsache dargestellt wird: »In Mexiko ist bisher kein wirksamer Mechanismus angewandt worden, die Kreuzbefruchtung und die Genflüsse unter den derzeitigen Bedingungen in der Landwirtschaft zu überwachen. Es hat die illegale Einführung von Genmais gegeben, in einigen Fällen ist gerichtlich dagegen vorgegangen worden. Zudem besteht die Sorge, dass weiterentwickeltes Gengetreide [unerlaubterweise] für die Medikamentenproduktion und andere nicht der Ernährung dienende Verwendungen importiert wird.«

[Der Originalartikel erschien am 13. Februar 2012 in der mexikanischen Tageszeitung »La Jornada«. Der Text ist der dritte von sieben Artikeln der AutorInnen zum Thema Gentechnik in Mexiko, die wir in den kommenden Wochen hier wiedergeben werden.]

Übersetzung: »Entre Campos & Entre Pueblos – Zwischen Land und Leuten«


Quelle: poonal
c/o Nachrichtenpool Lateinamerika e.V.
Köpenicker Str. 187/188, 10997 Berlin
Tel. +49 - 30 - 789 913 61
Fax. +49 - 30 - 789 913 62
E-Mail: poonal AT npla PUNKT de
Web: https://www.npla.de/poonal

Spenden an uns als gemeinnütziges Projekt sind von der Steuer absetzbar. Auf Anfrage (finanzen AT npla PUNKT de) stellen wir gerne Bescheinigungen aus.

Bankverbindung: Nachrichtenpool Lateinamerika
Volksbank Berlin, BLZ 100 900 00 Kto.-Nr.: 7196704005
BIC BEVODEBB, IBAN: DE57 1009 0000 7196 7040 05

Poonal gehört zur Federación Latinoamericana de Periodistas FELAP

 Quelle:  
  http://www.npla.de/de/poonal/3828-genmaisanbau-keine-antworten-auf-draengende-fragen 
 

 Diese Seite bookmarken:  
  add to Google Bookmark add to digg add to Yahoo MyWeb Bookmark newsvine Bookmark del.icio.us Bookmark reddit Bookmark StumbleUpon Bookmark Twitter Bookmark Mr.Wong Bookmark Webnews Bookmark Yigg 
 
 
 Print & Co:  
  E-Mail Drucker PDF 
 

Aktuell empfohlen

Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra

Veranstaltungskalender

back September 2017 forward
S M D M D F S
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Die nächsten Termine

09.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

10.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

11.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

12.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

07.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

08.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

09.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

10.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben