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GUATEMALA | Neoliberalismus mit harter Hand und absolut straffrei

 

OndaViva live aus der Köpenicker Straße

ONDA vom 07.11.2012

  Live-Radiosendung, Donnerstag, 8. November 2012, 20 – 21 Uhr

:: zu Gast im Studio ::

Lucía Escobar (Journalistin, Radio Atí, Blog »las otras luchas«, wurde 2011 aufgrund ihrer Arbeit massiv bedroht und musste ihren Wohnort verlassen.

zu hören als LiveStream:

http://giss.tv:8000/ondaviva.ogg
http://giss.tv:8000/ondaviva.mp3

oder später unter npla.de im Bereich »onda« oder als Podcast unter:

http://npla.de/onda/feed/serie=25

Sechzehn Jahre nach Abschluss der Friedensabkommen ist das mittelamerikanische Land immer noch weit entfernt vom Frieden. Ein geschwächter und verarmter Staat, eine zerstrittene Zivilgesellschaft, eine selbstherrliche Unternehmerschaft, das organisierte Verbrechen und die omnipräsente Kriminalität lassen den Handlungsspielraum für nachhaltige Entwicklung und soziale Reformen immer kleiner werden. Auch von einer grundlegenden Aufarbeitung des 36 jährigen Bürgerkriegs kann kaum die Rede sein.

Ehemalige Militärs verdingen sich heute als Auftragsmörder im Dienst der Drogenkartelle oder verfolgen politische Aktivist_innen, die sich gegen Megaprojekte oder die Verletzung von Menschenrechten wehren. Der Staat bekommt die notorische Korruption seiner Exekutive und Legislative nicht in den Griff und setzt stattdessen auf eine Politik der »harten Hand«.

Dem heutigen Präsidenten Otto Pérez Molina, einem ehemaligen General, werden immer wieder Verstrickung in Menschenrechtsverbrechen während des Bürgerkriegs vorgeworfen. Mit harter Hand setzt er seit seinem Amtsantritt die Umsetzung neoliberaler Politik durch, die vor allen Dingen der guatemaltekischen Oberschicht und transnationalen Unternehmen dient.

Großprojekte wie Bergbau, Staudämme und Agrobusiness werden gegen den Willen der zum Großteil indigenen Bevölkerung durchgesetzt, ihr Protest gewaltsam unterdrückt. 2011 wurden allein zehn Gewerkschafter_innen und andere Aktivist_innen ermordet.

Lucía Escobar, guatemaltekische Journalistin und Mitbegründerin des digitalen Radios »Ati«, hat diese Verfolgung am eigenen Leib erlebt, als sie in ihrem Blog las otras luchas Straflosigkeit und Lynchjustiz im Touristenzentrum Panajachel unter die Lupe nahm.

Darüber wollen wir eine Stunde lang mit Lucía Escobar sprechen.

Wir freuen uns. wenn ihr die Ankündigung weiterleitet und/oder das Programm in euren Radios sendet.

Den Podcast zu dieser und allen anderen Sendungen von NPLA findet ihr auch unter:
http://www.npla.de/de/onda/podcast

Euer Onda-Team

 Quelle:  
  http://www.npla.de/onda 
 

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