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Mexiko-Projekte von medico international schweiz (Jahresbericht 2013)

medico internat. (CH) vom 12.04.2014

  medico international schweizMEXIKO: Wie Überlebende von Folter und Krieg die Würde bewahren

Jahresbericht 2013 medico international schweiz
(Auszug)


Die PRI sitzt erneut im Präsidentschaftssessel. Auch unsere Partnerorganisationen müssen sich der Situation stellen, dass das autoritäre Regime nicht überwunden wurde und die Gesellschaft nach der blutigen Regentschaft von Felipe Calderón zutiefst verunsichert und verletzt ist. Trotzdem konnten aber wichtige Erfolge in der Arbeit verbucht werden. Philipp Gerber und Sanja Previsic

Obwohl es aus Mexiko kaum Positives über die politische Grosswetterlage zu berichten gibt und die Menschenrechtsverletzungen ein äusserst beunruhigendes Ausmass angenommen haben, konnten unsere drei Partnerorganisationen im 2013 wichtige Ziele erreichen. medico unterstützt in Südmexiko die erfolgreiche Basismedizin der Zapatistas und die Betreuung und Begleitung von Opfern von Menschenrechtsverletzung in Guerrero und Oaxaca.

20 Jahre Aufstand in Chiapas: Sichtbare Erfolge im Gesundheitswesen

Mit ihrem Ruf »Ya basta!« (Es reicht!) überraschten die Zapatistas die Welt, als sie am 1. Januar 1994 fünf Städte in Chiapas besetzten. Die indigene basisdemokratische Bewegung hat autonome Strukturen aufgebaut, wodurch sich insbesondere das Schulwesen und die Gesundheitsversorgung verbessert haben. SADEC, unsere Partnerorganisation, arbeitet mit den autonomen Landkliniken der Zapatistas. Diese werden vorwiegend durch Personal aus den Gemeinden geführt, welche die indigene Sprache sprechen. Die Gesundheitsverantwortlichen befinden sich in einem konstanten Ausbildungsprozess und werden von Ärztinnen und Ärzten unterstützt, welche SADEC vermittelt.

Der leitende Arzt von SADEC, Joel Heredia, erklärt: »Das Personal arbeitet an allen Tagen und die Notfälle werden von den Patienten her definiert. Wie z.B. die Mutter, welche zwei Stunden gehen musste, um ihr Kind zu uns zu bringen, vielleicht nur mit ein wenig Fieber oder Schmerzen, aber sie ist in Not und ist auf ärztliche Versorgung angewiesen. Wenn das Problem nicht vor Ort gelöst werden kann und es sich um einen Notfall handelt, wird die Person in der eigenen Ambulanz oder in einem anderen Transportmittel in das nächste Spital überwiesen. Die Patientin und der Patient werden immer begleitet. Die Gesundheitsversorgung muss, wie die Zapatistas sagen »respektvoll, kostenlos, gut beraten, die Kultur respektierend, autonom, diszipliniert und kameradschaftlich« sein. Die zapatistische Gesundheitsversorgung steht der gesamten Bevölkerung offen − in den Wartezimmern sind nicht selten auch Angehörige von politischen Gegnern der Zapatistas anzutreffen − und stellt einen der sichtbaren Erfolge der sozialen Bewegung dar.

Guerrero: Beharrliche psychosoziale Unterstützung von Basisorganisationen

Die Folgen des sogenannten ›Drogenkrieges‹ sind in Guerrero fatal. Der Bundesstaat ist der gewalttätigste in ganz Mexiko, und Acapulco führt die traurige Liste der weltweit gefährlichsten Städte an. In diesem Klima der Gewalt hat auch die Repression gegenüber sozialen AktivistInnen exponentiell zugenommen. Im letzten Jahr war das CCTI mit der Verhaftung verschiedener Mitglieder der indigenen Gemeindepolizei, der Hinrichtung von 12 Bauernführern und der Repression gegen die Lehrergewerkschaft beschäftigt. Mit den Urgent Actions, dem Anklagen von Folterfällen, der psychosozialen Begleitung der Repressionsopfer und ihren Kursen zur persönlichen Sicherheit und Prävention von Folter leistet unsere Partnerorganisation in schwierigstem Umfeld weiterhin eine beharrliche psychosoziale Unterstützung. Zu den Aktivitäten zählten auch Besuche der intern vertriebenen Gemeinden. Inzwischen ist von siebentausend intern Vertriebenen die Rede, die in prekären Verhältnissen überleben. Das CCTI bleibt eine der wenigen informierten, kritischen Stimmen aus diesem südlichen Bundesstaat.

Oaxaca: Grossprojekte, Widerstand und Selbstbestimmung in indigenen Gemeinden

Die indigenen Gemeinden im Isthmus von Tehuantepec, Oaxaca kämpfen gegen die menschenrechtswidrige Errichtung von Windenergieprojekten. Insbesondere europäische Unternehmen wittern hier das grosse Geschäft. Die Lokalbevölkerung wird nicht miteinbezogen. Unsere Partnerorganisation Codigo DH hat im 2013 lokale MenschenrechtsverteidigerInnen von zwei betroffenen Gemeinden verteidigt. Die Psychologin von Codigo DH, Laura Melchor Díaz blickt zurück: »Wir konnten San Dionisio del Mar und die Siebte Sektion von Juchitán in den schwierigsten Momenten begleiten. Dazu gehörte, dass ich zusammen mit unserer Anwältin Alba Cruz die indigenen AktivistInnen auf die Polizeistellen begleitete, wo sie die erlittenen Übergriffe anzeigten«. Gemäss Laura Melchor hat die seit 2013 systematisch umgesetzte Begleitung wichtige Resultate gezeigt, nicht nur bei den Klagenden, die sich gut vorbereitet und doppelt unterstützt in diese Situationen begeben, sondern auch bei den Behörden. Vergangenes Jahr konnte Codigo DH 50 Personen therapeutisch unterstützen, darunter Angehörige von Ermordeten, Gefangene und Folterüberlebende.

DIE MEXIKO-PROJEKTE IM ÜBERBLICK

Begleitung von Folterüberlebenden und Gewaltprävention in Oaxaca Partnerorganisation: Komitee für die Integrale Menschenrechtsverteidigung Codigo DH
Folterprävention in Guerrero Partnerorganisation: Kollektiv gegen Folter und Straflosigkeit CCTI
Indigene Basisgesundheit in Chiapas Partnerorganisation: Gesundheit und Gemeindeentwicklung SADEC

Spendenstichwort »MEXIKO”: Postcheckkonto 80-7869-1

Weitere Angaben:

 Quelle:  
  http://medicointernational.ch/spenden.html 
 

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