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Angriff auf Zapatistas - Mexiko: Verwaltungssitz der Rebellen attackiert.

Reaktion auf Mobilisierungserfolge der EZLN

junge welt vom 10.05.2014
Von Luz Kerkeling

  Die Attacken auf die linksgerichtete zapatistische Bewegung im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Informationen des Menschenrechtszentrums »Fray Bartolomé de las Casas« griffen Anhänger der mexikanischen Regierung am 2. Mai den autonomen Verwaltungssitz »La Realidad« nahe der guatemaltekischen Grenze an. Es fielen Schüsse. Der Zapatist José Luis Solís López wurde getötet, 15 weitere Unterstützer der Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN wurden durch Angriffe mit Gewehren, Macheten, Knüppeln und Steinen zum Teil schwer verletzt. Vor dem Überfall wurden die autonome Gesundheitsstation, die Schule und mehrere Fahrzeuge, die von den zapatistischen Gemeinden genutzt werden, stark beschädigt. Zudem wurde die Trinkwasserversorgung zerstört.

Die Angreifer gehörten zur »Unabhängigen Landarbeiter- und Bauernzentrale« CIOAC und gelten als Unterstützer der aktuellen Regionalregierung in Chiapas, die von Gouverneur Manuel Velasco geführt wird. Dessen Grüne Partei PVEM arbeitet eng mit der autoritären Institutionellen Revolutionären Partei PRI zusammen, die ihrerseits bis heute die Interessen der mexikanischen Oligarchie und transnationaler Unternehmen vertritt. Im gesamten Einflußgebiet der EZLN werden die Anhänger von PVEM und PRI finanziell und logistisch unterstützt, und es ist ein offenes Geheimnis, daß diese Hilfsgelder dazu dienen sollen, die zapatistische Bewegung in Schach zu halten, zu sabotieren und gegebenenfalls anzugreifen.

Der »Rat der Guten Regierung« von »La Realidad«, der für eine der fünf zapatistischen Einflußzonen und damit für Hunderte Gemeinden verantwortlich ist, erhob in einem Kommuniqué vom 5. Mai schwere Vorwürfe: »Die Paramilitärs von La Realidad werden von den drei Ebenen der schlechten Regierung bezahlt, organisiert, angeführt und trainiert, um uns als zapatistische Gemeinden zu spalten und zu provozieren.« Die autonome Verwaltung der Zapatistas betonte weiter, daß es bei dem Konflikt nicht um Auseinandersetzungen zwischen indigenen Kleinbauern gehe, wie es die Regierung von Chiapas publiziert hatte, sondern um eine »gezielte Attacke gegen uns«.

Zum Zeitpunkt des Übergriffs verhandelte der zapatistische Rat mit CIOAC-Vertretern, die im März ein Fahrzeug beschlagnahmt hatten, das Medikamente für eine unabhängige Gesundheitskampagne transportiert hatte, über eine Rückgabe. Zwei Vertreter des Menschenrechtszentrums vermittelten bei den Gesprächen. Der Angriff, der mit einer angeblichen Entführung eines CIOAC-Mitglieds durch die EZLN begründet wurde, sollte den Dialog offensichtlich stören. Es ist davon auszugehen, daß auch die Schüsse auf Solís López gezielt abgegeben wurden, denn er galt als eine der lokalen Führungspersönlichkeiten der Zapatistas und war auch den Paramilitärs aus der Region bekannt.

Beobachter gehen davon aus, daß die verschärfte Repression gegen die Zapatistas seit Beginn des Jubiläumsjahrs – vor 20 Jahren begann der Aufstand der EZLN – eine Reaktion auf die in den vergangenen Monaten gewachsene Stärke der Organisation ist. So besuchten seit Sommer 2013 mehr als 4000 Menschen aus Mexiko und anderen Ländern die »Escuelita Zapatista«, die »kleine zapatistische Schule«, um in rund 100 Gemeinden den Alltag der Autonomie im Widerstand kennenzulernen.

 Quelle:  
  http://www.jungewelt.de/2014/05-10/036.php 
 

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