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[Südmexico-Soli-Newsletter] Mai

Direkte Solidarität Chiapas vom 19.05.2014

  Chiapas:

Ein Angriff auf die, die für die Menschlichkeit und für ein Leben in Würde kämpfen

Am 2. Mai 2014 griff die Paramilitärische Gruppe CIOAC—H das Caracol "La Realidad" an, ein Zapatist wurde erschossen.

Es handelt sich um einen direkten Angriff seitens der "Schlechten Regierung" auf die autonomen Strukturen der Zapatistas.

 
Die jüngsten Ereignisse

Bereits im März 2014 kam es zu massiven Provokationen seitens der Paramilitärs. So wurde in Amador Hernandez ein Fahrzeug mit Medizin und ein Fahrzeug mit Baumaterial beschlagnahmt.
 
Am 2. Mai 2014 war eine Delegation der Anführer der CIOAC-H bei der Junta de buen Gobierno in La Realidad um über die Rückgabe der Fahrzeuge zu verhandeln. Das Menschenrechtszentrum Frayba war als Vermittlerin anwesend.

Während der Gespräche fand der Angriff statt.

Die Paramilitärs zerstörten die Autonome Klinik, sowie zwei Säle der autonomen Schule und kappten die Wasserversorgung.

Die Zapatistas aus La Realidad wehrten sich. Während dieser Auseinandersetzung wurde Jose Luis Solis Lopez („Galeano«), Mitglied der Junta de Buen Gobierno, erschossen und 15 weitere Zapatistas zum Teil schwer verletzt.

Folglich sagte die EZLN alle angekündigten Veranstaltungen ab.

Am 10. Mai drohte ein Mitglied der Paramilitärs, dass sie das Caracol La Realidad einnehmen werden.

Der Krieg niederer Intesität schlägt um in massive Gewalt

Seit 20 Jahren bauen die Zapatistas erfolgreich ihre Autonomen Strukturen auf.

Mit ihren Schweigemärschen am 21. Dezember 2012), als zehntausende ZapatistInnen sich in der Öffentlichkeit zeigten und der darauf folgenden »Escuelita Zapatista« (kleine zapatistische Schule), zu der zwischen August 2013 bis Januar 2014 ca. 4000 Menschen aus der Welt nach Chiapas reisten, zeigten die Zapatistas ihre Stärke.

Nach dem 20-jährigen Jubiläum des Zapatistischen Aufstandes am 1. Januar 2014 ereignete sich am 30.Januar 2014 ein erster schwerer Übergriff auf Gesundheitspersonal. In der Gemeine 10 de Abril riefen die Zapatistas die Ambulanz aus dem Spital in Altamirano, nachdem es Schwerverletzte gab aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen Zapatistas und CIOAC-Angehörigen.

Der Arzt der mit der Ambulanz kam, sympathisiert mit den Zapatistas. Die CIOAC Leute stoppten den Ambulanzwagen und drohten dem Personal sie im Wagen zu verbrennen. Nachher verprügelten sie den Arzt und eine ihn begleitende Nonne, beschlagnahmten den Ambulanzwagen und schickten das Personal zu Fuss zurück.

In La Realidad zerstörten am 2. Mai 2014 die Mitglieder der CIOAC-H die Autonome Klinik.

Die Zapatistas haben im Gegensatz zur Regierung ein gut funktionierendes, autonomes Gesundheitssystem in den abgelegenen Regionen im Dschungel und im Hochland von Chiapas aufgebaut. Sie verfügen über Gesundheitshäuser in jedem Dorf sowie über autonome Kliniken in grösseren Gemeinden und Spitäler in den Ballungsgebieten. Es wird fortlaufend Gesundheitspersonal ausgebildet, welches dann in den Gesundheitshäusern und in den Kliniken arbeitet. Sie werden in den medizinischen Grundkenntnissen geschult und besuchen laufend Weiterbildungskurse. In den Kliniken gibt es nach Möglichkeit auch einen Arzt. Die Gesundheitseinrichtungen der Zapatistas stehen allen Menschen offen und werden immer auch von der »nicht« Zapatistischen Bevölkerung aufgesucht.

Paramilitärs und Zapatista-Gegner haben bis anhin diese Gesundheitseinrichtungen respektiert und auch von ihnen profitiert. Dass nun die Gesundheitseinrichtungen der Zapatistas und ihr Personal angegriffen werden, markiert eine neue Dimension der Gewalt in Chiapas.

Obwohl die »schlechte Regierung« in den offiziellen Medien (El Universal) beteuert, die zapatistischen Strukturen zu respektieren, sehen wir in den aktuellen Ereignissen einen gezielten Angriff seitens der »schlechten Regierung« auf die Zapatistas.

Die zapatistische Bewegung ist gewachsen und bewies, dass es ihr nach wie vor gelingt die internationale Solidargemeinschaft zu mobilisieren. Zusammen mit anderen sozialen Bewegungen in Mexiko widersetzen sie sich Korruption, Straflosigkeit und Landenteignungen zugunsten multinationaler und neoliberaler Interessen, weshalb sie eine reale Bedrohung für das wirtschaftliche Wachstum darstellen.

Communiqués auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/
Artikel und Communiqués auf Deutsch: https://www.chiapas.eu

Compañero Galeano
Compañero Galeano

Gegen das Vegessen

Weltweit und in Chiapas fanden bereits Aktionen statt, um Gerechtigkeit für Galeano zu fordern und den ZapatistInnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

Am Samstag 24. Mai 2014 wird in Chiapas ein Gedenktag für Galeano stattfinden. Gleichzeitig hat Subcomandante Moisés dazu aufgerufen, an diesem Tag weltweit Aktivitäten durchzuführen.

Schickt die Fotos eurer Aktion an soli (AT) chiapas PUNKT ch   , wir werden sie den Compas zukommen lassen.

Wir haben einen Solidaritätsbrief an die Zapatistas verfasst, schickt eure Unterschrift bis am Samstag 24.Mai, 19.00 Uhr  an soli (AT) chiapas PUNKT ch  

Oaxaca/Mexico D.F.:

Nach 16 Tagen Hungerstreik: Die für die Ermordung von Bety Cariño und Jury Jaakola Verantwortlichen sollen nun endlich zur Rechenschaft gezogen werden

Die Ereignisse vom 27. April 2010

Die mexikanische Menschenrechtsaktivistin Bety Cariño und der finnische Beobachter Jyri Jaakkola wurden Ende April 2010 von Paramilitärs ermordet, als sie die bedrohte Gemeinde San Juan Copala in Oaxaca besuchen wollten. Weitere Personen, darunter JournalistInnen und BeobachterInnen, erlitten Schussverletzungen. Vier Jahre später ist für diese Verbrechen noch immer niemand zur Rechenschaft gezogen worden.

Seit vier Jahren versuchen sowohl die Eltern von Jyri Jaakkola wie auch die Angehörigen von Bety Cariño, die mexikanischen Behörden dazu zu bewegen, die Mörder der beiden Menschenrechtler endlich zu fassen und vor Gericht zu stellen. Denn der Fall ist eigentlich glasklar, und zumindest die direkten Akteure einwandfrei identifiziert. Doch die vor längerer Zeit ausgestellten 12 Haftbefehle wurden nie vollstreckt, und für den einzigen Angeklagten, der wegen einem anderen Mord in Haft sitzt, steht der Gerichtstermin noch aus.

Der Hungerstreik als »Verzweiflungstat«

Nach 16 Tagen Hunger- und Sitzstreik vor dem Sitz der Procuraduría General der Republik (PGR) in Mexiko City, beendeten Omar Esparza — der Mann der Aktivistin Bety Cariño — und weitere 5 Hungerstreikende am 15. Mai ihre Protestaktion. Die zuständigen Behörden trafen sich zuvor mit Angehörigen der Familie Esparza Cariño, Regierungsvertretern von Finnland und mexikanischen und internationalen humanitären Organisationen zu geschlossenen Treffen. Dabei verpflichteteten sich diese schliesslich, die eigentlich bereits identifizierten und beschuldigten Verantwortlichen des Verbrechens festzunehmen und den Zeugen Schutz zu gewähren.

Karla Michel Salas, Präsidentin der Nationalen Vereinigung der Demokratischen Anwälte kommentierte, dass die Behörden zwar nie gesagt hätten, sie würden ihre Arbeit nicht machen, doch alles blieb bei Versprechen und guten Absichten. Jetzt hätten sie es unterschrieben, schriftlich, und das gebe ihnen eine grosse Gewissheit und Beruhigung. Omar Esparza meinte dazu: «Das ist ein kleiner Sieg, aber nicht das Ende. Vielmehr ist es ein Beginn, und wir werden sehr aufmerksam verfolgen, dass die Behörden ihre Arbeit auch erledigen. Es ist ein erster Schritt, um die Straflosigkeit, die in diesem Fall herrschte, sichtbar zu machen.”

Mehr dazu auf unserer Homepage.

Artikel dazu auf Spanisch: www.jornada.unam.mx/2014/05/15/politica/022n1pol
 
Interview: 13 Tage Hungerstreik im Kampf um Gerechtigkeit für Bety Cariño und Jyri Jaakoola



Petition von ANAD A.C. (Nationale Vereinigung der Demokratischen Anwälte): Gerechtigkeit für Bety und Jyri:

https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.change.org%2Fes-LA%2Fpeticiones%2Fenrique-pe%25C3%25B1a-nieto-detengan-a-paramilitares-asesinos-de-betycari%25C3%25B1o-y-jyrijaakkola

https://www.change.org/es-LA/peticiones/enrique-peña-nieto-detengan-a-paramilitares-asesinos-de-betycariño-y-jyrijaakkola


Quelle:
Direkte Solidarität mit Chiapas/Café RebelDía:
Quellenstrasse 25, 8005 Zürich

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Quellenstrasse 25
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