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Neue Erkenntnisse im Fall Ayotzinapa

Poonal vom 15.06.2015
Poonal Nr. 1148

  mexico desaparecidos ayotzinapa. Foto: telesur
mexico desaparecidos ayotzinapa. Foto: telesur


(Venezuela, 15. Juni 2015, telesur/poonal).- Es gibt neue Hinweise darauf, dass die Version der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft PGR zum Verschwinden der 43 Studenten von Ayotzinapa falsch ist. Laut dieser offiziellen Version seien die Studenten, oder ein Teil von ihnen, am späten Abend des 26. September festgenommen und zum Hauptquartier der Stadtpolizei von Iguala gebracht worden. Von dort hätten sie Polizisten aus Cocula mitgenommen und an das Drogenkartell der Guerreros Unidos übergeben. Doch der zuständige Richter, der sie auf der Polizeistation empfangen haben soll, behauptet nun, es sei anders gewesen.

Ulises Bernabé García war dieser zuständige Richter, der dieser offiziellen Version widerspricht. Er behauptet, er sei am 26. September auf der Polizeiwache gewesen, als die 43 Studenten der Lehramtsschule von Ayotzinapa verschleppt worden sind. So steht es im sechsten Bericht einer Untersuchung der mexikanischen Wochenzeitung Proceso, die mit Hilfe eines Programms des investigativen Journalismus der kalifornischen Universität von Berkeley durchgeführt wird Proceso zufolge hat García Asyl in den USA beantragt, weil er um sein Leben fürchte. In einer mexikanischen Grenzstadt gab García seine eigene Version zu Protokoll. Demnach versichert er, dass die Studenten nicht zu dieser Polizeistation gebracht worden sind und dass auch nicht Polizeibeamte aus Cocula hinzugezogen wurden, wie es in der offiziellen Version heißt.

Staatsanwaltschaft und Armee involviert?

Seiner Aussage und weiteren Unterlagen zufolge, die im Rahmen dieser Untersuchung gesammelt worden sind, fand der schlimmste Teil der Angriffe auf die Studenten statt, als die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Guerrero FGE (Fiscalía General del estado de Guerrero), das 27. Infanteriebataillon und die Bundespolizei auf den Straßen von Iguala unterwegs waren. Während die PGR behauptet, dass sich die Studenten zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der Polizeistation befunden haben sollen, widerspricht García, dass diese nicht dort waren. Stattdessen sei ein militärischer Befehlshaber, »Capitán Crespo« vom 27. Infanteriebataillon von Iguala erschienen und habe die Kommandantur inspiziert. Kurz darauf sei der Stellvertreter der Generalstaatsanwaltschaft von Guerrero, Víctor León Maldonado, erschienen und habe die Kontrolle über das Hauptquartier für den Rest der Nacht übernommen.

Hintergrund

Am 26. September 2014 verschwanden 43 Lehramtsstudenten der Landschule »Raúl Isidro Burgos« aus Ayotzinapa in der Provinzstadt Iguala im südöstlichen mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Vorausgegangen war laut Zeug*innenaussagen ein Angriff der örtlichen Polizei auf die Studenten, die dann an die Drogenbande Guerreros Unidos übergeben worden sein sollen. Am 6. Dezember 2014 wurde einer der verschwundenen Studenten, Alexander Mora, identifiziert; seitdem haben die Forderungen der Angehörigen und Freund*innen der Verschwundenen, dass diese lebend wieder auftauchen sollen, noch zugenommen.


Quelle: poonal
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 Quelle:  
  http://www.npla.de/de/poonal/5152-neue-erkenntnisse-im-fall-ayotzinapa 
 

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