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Guatemala: Illegale Entlassungen und Repressionen gegen LandarbeiterInnen

News vom 02.06.2004

  ... sowie Bedrohung von Verteidigern der Menschenrechte in einem Konflikt auf der Kaffeeplantage María de Lourdes in Génova

In den letzten Monaten hat sich der Konflikt zwischen LandarbeiterInnen und Grundbesitzern der Kaffeeplantage María de Lourdes, Gemeinde Génova, Quetzaltenango Distrikt, Guatemala, verschärft. Im Jahre 1992 wurden 47 Arbeiter gesetzwidrig entlassen, weil sie eine Gewerkschaft gegründet hatten. Selbst nachdem der Oberste Gerichtshof die Wiedereinstellung dieser Arbeiter und Zahlung ausstehender Gehälter angeordnet hatte, weigerten sich die Arbeitgeber, Verwandte des derzeitigen Präsidenten von Guatemala, die Richtersprüche zu akzeptieren. Im Gegenteil, es liegen 21 Haftbefehle gegen Anführer der Arbeiterbewegung und rechtliche Vertreter von Pastoral de la Tierra vor. Zwei der Anführer wurden am 19.April 2004 verhaftet. Die Vertreter von Pastoral de la Tierra sind Telefonterror und Strafprozessen ausgeliefert. Die Ernährungslage der betroffenen Familien ist weiterhin sehr bedenklich. Solange der Staat Guatemala die Richtersprüche zu Gunsten der entlassenen Arbeiter nicht erfolgreich umsetzen kann, verletzt er seine Verpflichtung, das Recht auf Ernährung, sowie die Arbeitsschutzgesetze gegen Arbeitgebermissbrauch zu wahren. Eine Briefkampagne an den guatemaltekischen Präsidenten ist dringend erforderlich. Verlangen Sie von ihm eine direkte Einflussnahme in dieser Angelegenheit, damit die gerichtlichen Verfügungen sofort umgesetzt werden, besonders in Bezug auf die ausstehenden Gehälter, und damit die Unterdrückung der Arbeiter und der Menschenrechtsaktivisten aufhören. Bitte schicken Sie Kopien Ihres Schreibens an das Public Ministry und an Pastoral de la Tierra in Quetzaltenango, gesetzlicher Vertreter der betroffenen Familien.

Hintergrund Am vergangenen 19. April nahm die Polizei zwei Anführer der Arbeiterbewegung der Kaffeeplantage María de Lourdes fest, und zwar Juan José Mota Marroquín und Isdaro Humberto López . Es passierte beim Verlassen einer Konzertierungsversammlung mit Vertretern der guatemaltekischen Regierung und der Arbeitgeber sowie Beobachtern der Vereinten Nationen. Sie wurden provisorisch freigelassen, aber 21 weitere Haftbefehle gegen LandarbeiterInnen und einen juristischen Berater der Landpastorale von Quetzaltenango, Carlos Aragón, stehen noch aus. Einige Vertreter der Landpastorale haben in den letzten Wochen telefonisch Drohungen erhalten.

Diese Repression steht in Zusammenhang mit einem Arbeitskonflikt, der schon im Jahr 1992 begann, als 47 Arbeiter und Arbeiterinnen illegalerweise entlassen wurden, weil sie eine Gewerkschaft gegründet hatten. Die illegalen Entlassungen waren das Werk der damaligen Finca- Besitzerin, Olga Elena Wittman, die eine Schwester der Gattin des augenblicklichen Präsidenten der Republik, Oskar Berger, ist. Obwohl die oberste juristische Instanz sich zu Gunsten der Arbeiter und Arbeiterinnen aussprach, weigerten sich die Arbeitgeber, diese wieder einzustellen und ihnen den Lohnausfall zu bezahlen. Heute, rund 12 Jahre später, leben diese ArbeiterInnen noch immer im Elend, ohne Arbeit und ohne die erforderlichen Ressourcen, um sich angemessen ernähren zu können. Statt die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter zu schützen und zu garantieren, hat die Regierung repressive Maßnahmen gegen die Arbeiterführer und gegen die Vertreter der Menschenrechts- organisationen initiiert und toleriert. Diese Ereignisse sind nicht verwunderlich beim aktuellen Klima von Bedrohung und Verfolgung des sozialen Kampfes der ländlichen Bewegung, der Menschenrechtsaktivisten und -verteidiger und insbesondere der Landpastorale von Guatemala.

Aktion

Das FIAN-Mandat Es ist offensichtlich, dass es dem guatemaltekischen Staat nicht gelungen ist, die Menschenrechte zu schützen, insbesondere nicht das Recht sich zu ernähren der betroffenen Familien oder ihre Arbeitsrechte. Guatemala ist ein Unterzeichnerstaat des Internationalen Paktes der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte und ist somit die Verpflichtung eingegangen, das Recht auf Nahrung zu schützen, so wie es festgeschrieben ist im Art.11 dieses internationalen Abkommens, ebenso die Arbeitsrechte wie durch die Artikel 7 und 8 anerkannt. Schreiben Sie bitte einen Brief an den Präsidenten von Guatemala, in dem Sie Ihrer Sorge über diesen Fall und die augenblickliche Situation der strafrechtlichen Verfolgung des sozialen Kampfes Ausdruck verleihen und verlangen Sie angemessene Maßnahmen zur Lösung des Konfliktes: die Auszahlung der ausstehenden Löhne und das Einstellen der Repression gegen Menschenrechtsverteidiger und — aktivisten. Senden Sie bitte Kopien dieses Schreibens an den Staatsanwalt und an die Landpastorale von Quetzaltenango.

Ende der Aktion: 18.Juli 2004

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