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Beteiligung der Comisión Sexta in der Abschlusssitzung der ´ConCiencias für die Menschheit` am 30. Dezember 2017:

 

»Aus dem Notizheft des Katze-Hund«. SupGaleano.

EZLN vom 30.12.2017
übersetzt von Nadine

  Beteiligung der Comisión Sexta in der Abschlusssitzung der ´ConCiencias für die Menschheit` am 30. Dezember 2017: »Aus dem Notizheft des Katze-Hund”. SupGaleano.

AUS DEM NOTIZHEFT DES KATZE-HUND.
WAS DAVON ERZÄHLT, WIE SICH DIE ZWEI GRÖSSTEN DETEKTIVE GEFUNDEN HABEN, EIN FRAGMENT VON DEM, WAS ELÍAS CONTRERAS UND DER SUPGALEANO BESPRACHEN, ÜBER FALL DES NICHT MEHR MYSTERIÖSEN VERSCHWINDENS DER BUTTERKUCHEN, UND ALS DEFENSA ZAPATISTA DIE SPRACHWISSENSCHAFT ZU GRUNDE RICHTETE, SOWIE EINIGE LOSE REFLEXIONEN DES SUP, DIE ZUR DEBATTE STEHEN, ODER ZUR SACHE, JE NACH DEM.

30. Dezember 2017,

Noch einmal guten Tag, Nachmittag, Abend, Morgendämmerung.

Allen voran wollen wir dem pueblo [dt.: wörtlich »Volk«, Selbstbezeichnung als Gruppenidentität] der Mapuche, die weiterhin von den schlechten Regierungen der Länder Chile und Argentinien angegriffen werden, eine Umarmung zukommen lassen. Nun, mit ihren rechtlichen Fallen, zurückgekehrt, um Machi Francisca Linconao [Anm.: Heilerin und Verteidigerin von indigenen und Landrechten], zusammen mit anderen Mapuche, einem Schuldurteil zu unterwerfen. Ein weiteres Zeichen dafür, dass in dem System, in dem wir leiden, diejenigen, die die Natur zerstören, die Guten sind, und diejenigen, die Widerstand leisten und das Leben verteidigen, werden verfolgt, ermordet und eingekerkert, als wären sie Verbrecher. Trotzdem oder gerade deshalb, ist ein einziges Wort genug, um den Kampf der Mapuche und aller pueblos originarios [Anm.: wörtlich »ursprüngliche Völker”, Selbstzuschreibung] dieses Kontinents zu beschreiben: Marichiweu, zehn-, tausend Mal, wir werden immer siegen.

-*-

Gestern gab uns einer der wissenschaftlichen Redner darüber Auskunft, dass es einen Wettbewerb für die Nachricht gibt, die ein Raumschiff zu einem anderen Planeten bringen wird, und, dass der Preis eine Million Dollar ist.

Die Botschaft, die wir vorschlagen und sicherlich gewinnen werden, lautet: "Lasst nicht zu, dass wir uns auf eurer Welt niederlassen. Wenn wir die Probleme, die wir verursachen, nicht gelöst haben, werden wir dieselben Fehler wiederholen. Denn dann werden wir nicht alleine kommen, mit uns wird ein kriminelles System kommen. Wir werden für eure Welt der apokalyptische Alien sein, der gefürchtete achte Passagier, der dank Tod und Zerstörung wächst und sich reproduziert. Das Motiv, andere Welten kennenzulernen, sollte das Verlangen nach Wissen, das Bedürfnis zu lernen und der Respekt für das Andere sein, und nicht die Suche nach neuen Märkten für den Krieg, noch die Zuflucht für den vom System geschaffenen Mörder."

Die eine Million Dollar bitte auf das Bankkonto der Vereinigung "Die Zeit des Erblühens der pueblos ist gekommen", die den Indigenen Regierungsrat unterstützt, überweisen.

-*-

Das, was ich lesen werde, sollte unsere gestrige Teilnahme sein, aber wie bei Pedrito, haben sie bei mir die »Geschlechtergerechtigkeit«, einschließlich Klaps, angewendet, und, zur Abwechslung, haben die »als Frauen, die wir sind« gewonnen. Nun also:

Dr. John Watson blickt besorgt in den Spiegel. Er kämmt sich die eine und die andere Seite, die Vorder- und Rückseite. Er schaut sich frontal an, die rechte Seite, die linke, und, mit einem Handspiegel die hintere Seite. Während diesem seltsamen Treiben, murmelt er zu sich selbst:

»Tortillahaar ... warum sagt man »Tortillahaar«? ... wird es die Farbe sein? ... oder die Art der Frisur ... vielleicht die grauen Haare, die bereits mit den braunen Haaren konkurrieren ... oder wird es die Frisur sein? Tortillahaar ... verdammtes Mädchen ... «

Damit ist er beschäftigt, als Sherlock Holmes, beratender Detektiv, mit einem Satz aufsteht und die Hängematte verlässt, in der er, zurückhaltend, auf der Violine einige melancholische Töne zupfte. Sich mit Dringlichkeit den Mantel ordnend, drängt Sherlock den Doktor zur Eile:
«Schnell Watson, wir haben nicht viel Zeit.

»Und wo gehen wir hin, Holmes? Es ist ziemlich kalt und die Junta [Anm.: dt. »Rat«, gemeint Rat der Guten Regierung (JBG)] sagt, dass es noch schlimmer werden wird«, wirft Watson ein, als er die Türschwelle der Hütte, welche ihnen die autonomen Autoritäten während ihres Aufenthalts in den Bergen des mexikanischen Südostens zur Verfügung gestellt haben, überquert.

Holmes will nicht einmal antworten. Mit großen Schritten geht er die Hauptstraße der Gemeinde entlang, zu dem kleinen Haus, an dessen Fassade sich ein Schild mit der Aufschrift »Comisión de Vigilancia« [dt.: Überwachungskommission] befindet, und ein Wandgemälde mit lebhaften Farben der Feuchtigkeit zum Trotz. Drinnen beobachtet eine junge Indígena aufmerksam den Monitor eines Computers.

»Te’oyot Tzeb« (»Ich grüße dich, junge Dame«) sagt, in seinem besten Tsotsil, Sherlock Holmes, dem anscheinend ein paar Tage genügt haben, um das Wesentliche zu lernen, um in den Maya-Sprachen dieser Gebiete verstanden zu werden.

Watson dreht sich um, um ihn mit Spott anzusehen, als die Frau, die für die Überwachung zuständig ist, in perfektem Englisch antwortet: »Good Afternoon« (»Guten Tag«). Obwohl ihr Akzent, mehr als britisch, für Watson eher nach Dublin klang.

Holmes ignoriert Watsons sarkastischen Blick und fragt in tadellosem Spanisch:
»Wo kann man mir Auskunft über eine Person geben, mit der ich reden möchte

Die Frau, eine junge Indígena, klein, mit langen Zöpfen und leuchtend schwarzen Augen, wirkt sehr amüsiert, weil sie in perfektem Deutsch antwortet: »Und wie heißt diese Person

Holmes begreift sofort, worum es geht, und im Französisch eines Migranten »Sans Papiers« [dt.: ohne Papiere] antwortet er:
«Je ne connais pas son nom, mais sa profession est un enquêteur privé.” (»Ich kenne seinen Namen nicht, aber sein Beruf ist Privatdetektiv«)

«Non capisco niente” (»Ich verstehe gar nichts”), sagt die junge Indígena in einem Italienisch eines wilden und ungehorsamen Stadtteils.

Dr. John Watson scheint Vergnügen an der Zwangslagen zu haben, in der Holmes sich befindet, aber er schaut besorgt zur Straße, aus Angst, dass das Mädchen erscheint.

Sherlock Holmes denkt darüber nach, wie er »Privatdetektiv« oder »Detektiv« auf Russisch sagen kann, als sich Watsons Ängste bestätigen.

Wie ein kleiner Hurrikan rennt das Mädchen, das behauptet, Defensa Zapatista [dt.: Zapatistische Verteidigung] zu heißen, die Straße voller Pfützen hinunter und betritt plötzlich die Hütte, als sich Watson instinktiv die Haare arrangiert, und Sherlock bezweifelt, ob er besser Mandarin oder Polnisch benutzt.

Defensa Zapatista umarmt Sherlock und ruft »Jol-mes, Besenkopf

Nun, das mit der Umarmung ist eher sprichwörtlich. Die Höhe von Holmes und die des Mädchens haben als Ergebnis, dass der Detektiv die Umarmung an den Knien erhält.

Der beratende Detektiv ist verwirrt. Die Mindestgröße der Menschen, mit denen er in London zu tun hatte, beträgt 1 Meter und 75 Zentimeter, obwohl er in der Zeit auf zapatistischen Territorium seinen Standard auf anderthalb Meter senken musste. Was die Kleinkinder anging, abgesehen davon, dass er jedes Mal Abstand nahm, wenn er eins sah, und Gesten des Missmuts machte, wenn er ihre Schrei hörte, war seine Erfahrung gleich null. Aber aus irgendeinem seltsamen Grund empfand der größte Detektiv Sympathie für Defensa Zapatista.

Das Mädchen wendet sich an den angesehenen Arzt und Blogger John Watson und springt mit einem »Waj-tson, Tortillahaar!« an seinen Hals, was den ehemaligen Militärarzt überhaupt nicht glücklich macht.

Defensa Zapatista nimmt beide an die Hände und zieht sie zum Ausgang: »Schnell, wir werden zu spät kommen

Die junge Frau, die für die Überwachungskommission verantwortlich ist, enttäuscht von dem abrupten Ende ihrer sprachlichen Internationalität, schließt die 7 Tabs des Browsers mit dem Google Translator in mehreren Sprachen und kehrt zum Blog zurück, der über die Aktivitäten der Sprecherin des Indigenen Regierungsrats, Maria de Jesús Patricio Martínez, informiert.

Holmes muss nicht rennen, für jeden seiner Schritte muss das Mädchen mehrere Schritte machen. Sherlock trägt in seiner rechten Hand den Stab, mit dem er gewöhnlich in der Erde und zwischen den Pflanzen nach Insekten stöbert. Watson bleibt vorsätzlich zurück, als er sieht, dass der sogenannte »Katze-Hund« Holmes in einen der Säume seiner Hose beißt. Sicher, um ihn zu zwingen, seine großen Schritte zu reduzieren und so im Gleichschritt des Mädchens zu laufen.

Plötzlich bleibt das Mädchen stehen und sagt erleichtert: »Wir sind angekommen

Sie sind auf der Weide, die genauso dazu dient, damit das Vieh des Kollektivs grast, wie für die Fußballspiele der Mannschaften, die sich abwechseln den Riss in der Wand zu vergrößern und zu vertiefen, für Feste, Tänze und Festivals, außerdem als Trainingsplatz für das unvollständige Team von Defensa Zapatista.

Watson, der sich nicht in der Ortschaft auskennt, in der er die meiste Zeit verbringt, bestätigt mit Missfallen, dass es eine Weide ist, als er unter seinen Schuhen den dicken und lauwarmen Kuhfladen spürt.

Defensa Zapatista sagt: »Wartet hier, ich hole das Schokopferd«, und rennt, mit dem Katze-Hund hinter ihr, weg.

Dann nähert sich ein indigener Mann von unbestimmtem Alter dem britischen Paar.

Sherlock Holmes sieht ihn näher kommen und beginnt mit der Geschwindigkeit, die ihn berühmt gemacht hat, eine Kurzbiografie des Indígena zu entwerfen, aber bevor er damit fertig ist, sagt ihm die Gestalt:

»Guten Tag Herr Jol-mez, Herr Waj-tson. Keine Sorge, sagt er zu Sherlock, ihr Schneider in London wird in der Lage sein, den Riss ohne Probleme zu beheben. Ich denke auch, dass sie im zapatistischen Schuhladen ein Paar Stiefel ihrer Größe finden werden. Und dann passiert es hier, manchmal scheint es, dass es nichts zu tun gibt, aber Sie sollten versuchen, nicht so viel Pfeife zu rauchen, das ist schädlich für Ihre Gesundheit. Ich empfehle die Geige anstelle der Pfeife, wenn der Tag nicht vergeht. Und ich rate Ihnen nicht, in diesen Ländereien schlecht über Frauen zu sprechen, plötzlich toben sie, besonders Defensa Zapatista

Sherlock Holmes ist verblüfft und Watson sieht ihn neugierig an. Anscheinend hat der Detektiv eine Suppe seiner eigenen Schokolade [Anm.: etwa »einen Löffel seiner eigenen Medizin”] erhalten.

Holmes geht von Erstaunen zu Bewunderung über und applaudiert »Bravo! Er lag in fast allem richtig, doch erlaube mir von der Anschuldigung der Frauenfeindlichkeit abzuweichen

Watson, wie immer, versteht überhaupt nichts.

Es ist der Indígena, der ihm erklärt, während Holmes jeder Aussage zustimmt:

»Elementar, mein lieber »Tortillahaar«: der Herr hat seinen geschätzten Regenmantel sehr schnell angezogen und hat ein bisschen, ohne es zu wollen, die linke Manschette eingerissen. Jemand, der sich so kleidet, muss sehr achtsam sein mit dem, was er trägt, also ist zu erwarten, dass seine Gedanken zum Schneider gehen, um den Mantel zu reparieren. Dass der Schneider in London ist, ist einfach, da er den Mantel halboffenen trägt, sieht man das Etikett.

Die Nikotinflecken an der Basis des Zeigefingers und einem Teil der Handfläche zeigen, dass er viel Pfeife raucht, weil es Spuren sind, die von dem Tabak hinterlassen werden, der aus dem Tiegel kommt. Das mit den Stiefeln, also diese Stiefel, die Sie tragen, werden hier nicht lange halten, und es wird erwartet, dass Sie daran gedacht haben, ein paar Stiefel zu kaufen, wie wir sie hier benutzen, die von aufständischen Schuhmachern hergestellt werden und im Laden der compas erhältlich sind.

Übrigens habe ich vergessen zu sagen, dass Herr Jol.mes Rechtshänder ist, er hält die Pfeife mit der Linken, weil er die Rechte benutzt, um, zum Beispiel Geige zu spielen.

Die Geige, nun, die Art wie er den Stab hält, den er jetzt trägt, ist die gleiche, wie sie der Pablito, der zapatistische Mariachi, benutzt, um auf Feiern Geige zu spielen, und die Rötung seines Halses auf der linken Seite kommt daher, dass er Geige spielt oder weil ihn ein Insekt gebissen hat ... oder weil er einen Knutschfleck bekommen hat. Das mit dem schlecht über Frauen sprechen war nur, um zu sehen, ob es zutrifft, denn er bringt einen Mann mit sich, also denkt er entweder schlecht über Frauen oder bevorzugt Männer. »

Holmes applaudiert wieder. Die Andeutung der Homosexualität, die der Indígena gemacht hat, stört ihn überhaupt nicht. Aber Watson ist sehr bedacht auf seine Heterosexualität und versucht zu klären:

»Entschuldigung, aber Holmes und ich sind kein Paar. Ich meine, ja, wir sind ein Paar, aber kein Paar im Sinne eines Knutschflecks, sondern, nun, das heißt, sagen wir mal, eine Beziehung ... professionell.«

Der Indígena unterbricht ihn: »Mach dir keine Sorgen, Waj-Tson, hier ist jeder nach seiner Art und man respektiert es

»Ich weiß«, sagt Watson, »aber es ist nicht das, was es zu sein scheint, es ist natürlich nicht so, dass ich solche Beziehungen verurteile, ich stelle nur klar, dass ...«

Jetzt unterbricht Holmes ihn, verbeugt sich respektvoll und sagt:

»Wenn ich mich nicht irre, müssen Sie Elías Contreras sein, Ermittlungskommission

Bewundernd nimmt Watson seinerseits die Melone ab, mit der er, vergebens, versucht sein Tortillahaar zu verbergen, und grüßt.

Holmes fügt hinzu: »Nur jemand wie Elías Contreras könnte diese Kette von Beobachtungen, Überlegungen und Schlussfolgerungen mit einer Geschwindigkeit machen, die mich übertrifft

Anstatt zu danken, lächelt Elías Contreras spöttisch, als er sagt:

»Naja, es ist so, dass der SupGaleano einige Bücher hat, die über Sie beide sprechen und sagen, wie Ihre Art ist, von der Pfeife, der Geige und diese Sachen, und im Büro der Überwachung habe ich Ihre Namen auf der Besucherliste gesehen und da Sie die einzigen Städter im Dorf sind, also ...«

Watson setzt sich wieder, mit etwas Groll, die Melone auf. Aber Holmes lächelt und freut sich, auf den nicht so berühmten Detektiv zu treffen, den sie »Untersuchungskommission der Ezetaelene« nennen.

»Sie haben recht, mein lieber Elías Contreras, oder soll ich Sie anders nennen?«, sagt er und reicht ihm herzlich die Hand.

»Elías reicht«, sagt der Zapatist, als er Ihnen eine Zigarette aus Maisblättchen anbietet, die beide freundlich ablehnen. Sherlock nimmt das Wort auf:

»Wissen Sie, mir ist etwas ähnliches passiert mit Sir Arthur, der mir die Entwürfe der beklagenswerten Chronik meiner Entdeckungen zu lesen gab, die er dann unerklärlicherweise dem hier anwesenden Dr. Waj-tson zuschrieb

Watson versucht zu protestieren, jedoch zieht er sich besser den Hut etwas tiefer.

»Und ich sah, dass Sir Arthur, meiner Meinung nach unnötigerweise, die Arbeit, die ich machte, schmückte. Und ich sage, es war überflüssig, denn was ich tat, war Wissenschaft anzuwenden, um Verbrechen zu lösen.

Und die Wissenschaft und ihre Erklärung, mein lieber Elías, ist weit entfernt von dem Glamour, den Schriftsteller und gewöhnliche Menschen ihnen normalerweise zuschreiben.

Außer, dass sie nicht frei von Fehlern ist, von den fortlaufenden und erschöpfenden Experimenten und von der tiefen und systematischen Untersuchung der Fortschritte, die in diesen Bereichen in allen Ecken der Welt vorkommen, sind die Wissenschaft und ihre Anwendung schwierig.

Wissenschaftliche Strenge macht ihre Ausübung trocken und stellt sie der intellektuellen Faulheit entgegen, die in gewöhnlichen Meinungen, Kommentaren und Aberglauben wiederholt wird. Aus dem gleichen Grund entscheiden sich einige Leute, wenn Sie die Möglichkeit haben zu studieren, für die sogenannten Sozialwissenschaften oder für die Geisteswissenschaften im Allgemeinen, die in ihrem Verständnis und zu Unrecht nicht die Strenge, die Anforderung und die Komplexität der wissenschaftlichen Erkenntnisse erfordern.

Die Künste fordern, sofern man sich auf sie bezieht, nicht nur Strenge im Sinne von Genauigkeit, sondern können sich, im Gegensatz zu den exakten Wissenschaften, den Natur- und Geisteswissenschaften, nicht nur andere Wirklichkeiten vorstellen, sondern auch mit Formen, Klängen und Farben verzücken, in denen sie diese Vorstellung festhalten.

Vielleicht sind deshalb die Künste den exakten und naturwissenschaftlichen Wissenschaften am nächsten. Im Gegensatz zu den sogenannten Geisteswissenschaften.

Die Weite, die die fiktionale Geschichte verlangt, um ein Beispiel zu geben, wäre im Falle der Wissenschaft eine unverzeihliche Verantwortungslosigkeit und ein klarer Verstoß gegen den ethischen Kodex, den jeder Wissenschaftler in seine Praxis einbeziehen muss.

Aber ein Problem, das früher oder später auftreten muß, ist, dass die Tatsache, dass man sich eine strenge Disziplin auferlegt hat und solide Kenntnisse besitzt, provoziert, dass diejenigen, die Wissenschaft zu ihrem Beruf machen, nicht selten eine pedantische und elende Haltung gegenüber dem Gewöhnlichen der Leute einnehmen.

Sie neigen dazu, arrogant zu sein und, nicht selten, so ihre Frivolität und ihren Mangel an gesundem Menschenverstand in Bezug auf alltägliche Ereignisse zu rechtfertigen. Als ob das reale Leben die Angelegenheit des Weltlichen wäre, und sie, über allem stünden.

Aber, dass die genauen und natürlichen Wissenschaften, manchmal trotz derselben Wissenschaftler, unentbehrlich sind, ist unbestreitbar. Die wirkliche, machbare Möglichkeit, den sumpfigen Albtraum, der das homogene Weltsystem bereits ist, zu verlassen, wird in den exakten und naturwissenschaftlichen Wissenschaften seine Hauptstütze haben. Wenn nicht, werden wir uns weiterhin mit fiktiver Wissenschaft trösten.«

Watson sieht Holmes überrascht an, während er denkt: »Unglaublich, Sherlock Holmes beschreibt sich selbst mit einem Ton der Verurteilung
Holmes bemerkt Watsons Blick und erklärt, sich an ihn gewandt:

»Du liegst falsch, Watson, ich kritisiere mich nicht selbst. Es ist offensichtlich, dass dieser Vortrag nicht meiner ist und mir von SupGaleano verliehen wurde, weil die Zapatistas denken, dass die Anerkennung und der milde Tadel, den sie machen, von der wissenschaftlichen Gemeinschaft besser angenommen wird, wenn sie von dem größten Detektiv der Weltgeschichte kommt, als wenn sie es mittels einer maskierten Nase tun, die immer noch das Modell des Dänen Niels Henrik David Bohr als Bezug auf das Atom verwendet, und das, um es zu beschreiben, Ausdrücke verwendet wie »es ist ein kleiner Ball aus vielen kleinen zusammengeklebten Bällen gebildet, und, um diesen zentralen Kern, kreisen andere Bälle

Sherlock Holmes schaudert. Ein wenig wegen der skandalösen Beschreibung des Atoms und noch ein wenig, weil es scheint, dass er endlich von dem Diskurs befreit wurde, den der Zapatismus ihm auferlegt hat, geschützt durch das, was man »poetische Lizenz« nennt.

Elías Contreras, Untersuchungskommission der Ezetaelene, intervenierte nur mit einem »mmh«.

Was als nächstes passierte wissen wir, weil Dr. John Watson notierte, was dort gesagt wurde, obwohl nicht mit der Absicht, es zu veröffentlichen, sondern nur wegen des Interesses, das die Konversation in ihm erweckte. Wofür Holmes ihm später danken würde, denn was Elías Contreras ihm erzählte, hält ihn weiterhin wach.

Sherlock Holmes nahm Elías zur Seite, gefolgt in sicherer Entfernung durch Dr. Watson. Das Mädchen war damit beschäftigt, ein Schokopferd dazu zu bringen, ihre Position an der Barriere zu übernehmen, unterstützt von den Bellen-Miauen des Katze-Hundes.

»Jetzt werden wir Freischüsse üben«, hörte Watson das Mädchen sagen und sah einen Jungen, der sich spöttisch unter die Querlatte zurückzog, was ein Tor sein sollte.

Sherlock Holmes murmelte fast:

»Mein lieber Elías, ich bin zu Ihnen gekommen, um herauszufinden, ob Sie hier nicht einen Fall haben, der meine detektivischen Fähigkeiten erfordert. Natürlich verspreche ich, diskret zu sein und kein Ansehen für mich zu beanspruchen, vorausgesetzt, wir haben Erfolg

Elías Contreras blieb stehen und sagte in demselben vertrautem Tonfall:

»Nun, an und für sich. Aber das Problem, das wir sehen, ist sehr groß und wir haben nur den Kopf zu verstehen und zu sehen, wo. Was mir in den Sinn kommt, kann ich später mit den Compañeras und Compañeros des Komitees besprechen

»Ausgezeichnet!«, rief Sherlock Holmes, »die abstrakte Reflexion erfordert eine zusätzliche Anstrengung, die das Gehirn dazu zwingt, sich zu sublimieren. Pass auf, Watson, denn jetzt werden wir uns der wohl größten Herausforderung eines jeden Detektivs stellen: ein Verbrechen nur mit den logischen Werkzeugen und dem wissenschaftlichen Erkenntnissen zu lösen

Holmes sah sehr angeregt aus. Watson erinnert sich nicht daran, ihn so gesehen zu haben, seit dem Fall von »Eine Studie in Scharlachrot« [Anm.: Kriminalroman (1887) von Sir Arthur Conan Doyle und der erste Auftritt seines Detektivs Sherlock Holmes], der dem beratenden Detektiv einen Namen und Weltprestige gab.

Sherlock Holmes drängte Elías Contreras nicht. Er zündete seine Pfeife an, ja, aber mehr, um die Zigarette zu begleiten, die Elías schon drehte, als weil er den würzigen Geschmack von Tabakrauch an seinem Gaumen schmecken wollte.

Elías Contreras begann:

»Nun, also das Problem ist groß, aber einfach. Das heißt wir wissen, wer der Mörder ist, wer das Opfer ist, welche Waffe benutzt wurde und was, wie man sagt, der Tatort ist oder wo die eigentliche Sauerei gemacht wurde, und die Zeit. Also, wie der Sup sagt, haben wir den Kalender und die Geographie.

Daher ist das Problem groß, weil alles durcheinander ist. Ich weiß nicht, ob es an sich in Wirklichkeit verworren ist, oder ob es mein Denken ist, das durcheinander ist.

Das heißt, das Verbrechen wurde also bereits begangen, aber es wird auch getan und es wird auch getan werden. Es ist also eine Sauerei, die nicht nur bereits passiert ist, oder die gerade geschieht, es ist auch so, dass sie sie tun werden.«

Holmes zeigte sich noch interessierter, aber unterbrach Elías Contreras nicht, der fortfuhr:

»Daher müssen wir wissen, was passiert ist, was passiert und wissen, was passieren wird, um es nicht geschehen zu lassen, denn wenn es passiert, wird es ein so großes Unglück sein, das man sich nicht vorstellen kann

Sherlock Holmes wartet auf die Gasse, die die Untersuchungskommission eröffnet hat, um sich vor zu wagen:

»Ich denke, ich verstehe: Wir müssen das Verbrechen kennen, das begangen wurde, um das Verbrechen, das begangen wird, zu verstehen und damit verhindern zu können, dass das andere Verbrechen begangen wird: das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit.«

Elías Contreras nickt und fährt fort:

»Der Verbrecher versteckt sich nicht, im Gegenteil, er zeigt sich gut und prahlt mit dem, was er schon getan hat. Er sagt, dass sein Verbrechen Gut war, dass er getötet, zerstört und gestohlen hat, um sich bekannt zu machen. Ich denke, genau dadurch, als er als Verbrecher geboren wurde, also als er seine Art ergriff, können wir lernen zu wissen, wie er seine Sauerei macht und tun wird

»Natürlich«, unterbricht Holmes, »ist es notwendig, die Genealogie des Verbrechens zu rekonstruieren, die in diesem Fall und wenn ich es richtig verstehe, auch die Genealogie des Verbrechers ist. Aber fahrt fort

»Nun«, fährt Elías fort, »wir sehen, dass der Verbrecher sich modernisiert hat, das heißt, er wurde besser als Krimineller und sorgte dafür, dass man nicht weiß, dass er ein Verbrecher ist, sondern er kleidet sich gut, so als ob er nichts denkt und einfach so ist.
Dann hat er seine Komplizen oder seine Kompanien bei dem Verbrechen. Und diese Komplizen sorgen dafür, dem Verbrecher das Gesicht eines guten Menschen zu geben. Aber wie man klar sieht, dass es eine Schweinerei ist, was passiert, erfinden diese Kompanien des Bösen einen Schuldigen. Das heißt, ihre Aufgabe ist es, jemand anderem die Schuld zu geben.

Und dann suchen sie jemanden, den sie für das Unglück verantwortlich machen werden. Und manchmal ist es die Frau, die Schuld hat, weil sie nicht gehorcht, sagen sie, weil sie mit ihren knappen Kleidern rumlaufen, sagen sie, und sogar weil sie studieren und arbeiten und weil sie selbst über ihren Körper, ihren Weg bestimmen wollen, das heißt, weil sie dann autonom sind, weil sie denken, weil sie dann wie ein autonomer rebellischer Landkreis sind.

Aber ein andermal beschuldigen sie diejenigen, die eine andere Hautfarbe haben oder eine andere Art zu sein, wie die Magdalena, die im Kampf mit dem Bösen und dem Bösewicht starb und die eine Frau war, aber, wie man sagt, Gott sich geirrt hat und sie in den Körper eines Mannes steckte und die Magdalena versteckte sich nicht, noch passte sie sich an, sondern, wie man sagt, war es ihr egal, was die anderen dachten und sie war anders, aber da sie in einem anderen Körper war, war sie eine Andere*. Und sie, oder er, oder das, kämpfte auch so, um zu sein, was sie war.

Die Magdalena war sehr mutig, sie hat sich nicht ergeben, niemals«, sagt Elías, und seine Augen werden feucht, als er sich daran erinnert, wen er, auf seine Art, liebte und immer noch liebt.

Holmes und Watson wahren respektvolle Stille.

Elías sammelt sich und fährt fort: »Nun, auch uns, als Indígenas die wir sind, geben sie die Schuld, dass Dinge schief laufen, weil wir nicht zivilisiert sind, sagen sie, dass wir den Fortschritt nicht vorankommen lassen und sie erschaffen Bergwerke dort, wo Wälder und Quellen sind. Denn es ist so, dass wir als pueblos, die wir sind, dort leben, wo sie uns hin geschickt haben, denn wo wir zuvor waren, haben sie uns ausgeraubt und betrogen, sie haben uns auch eingesperrt und getötet, aber wie auch immer leisten wir Widerstand. Und diese Ländereien wurden vom Verbrecher vorher nicht gewollt, aber jetzt will er sie, weil es auch eine Ware ist, sagen sie, und dass Wasser gekauft und verkauft werden kann, und dass das Land, und die Luft, und die Sonne und die Bäume, und die Tiere, selbst die kleinsten, und na ja, selbst das, aus was der Pozol [Anm.: traditionelles Getränk auf Maisbasis] gemacht ist, ist eine Ware.

Das ist die Art des Verbrechers, dass er alles zur Ware macht, sogar die Menschen, die Frauen, die Kinder, die Männer, die Würde, und was nicht, weil es nicht funktioniert, weil es nicht gekauft oder verkauft werden kann. Aber das Problem ist nicht nur das, sondern, dass er seine Sauerei machen kann, weil er eine Waffe hat, die seinen ganzen verdammten Plan leitet und das ist, was sie als das Privateigentum der Produktionsmittel bezeichnen. Das Problem ist also nicht, dass Dinge produziert werden, sondern dass es jemanden gibt, der das Eigentum an dem dem hat, was für diese Dinge verwendet wird, und dir lassen sie nur deine Arbeitskraft, damit sie dich wie Ware und schlecht bezahlen. Deshalb zerstört und tötet der Verbrecher dank dieser Waffe, die das Privateigentum ist, und gleichzeitig macht er all seine Sauereien, damit sie ihm diese Waffe nicht wegnehmen.

Nun, ich weiß nicht, wie ich das erklären soll, obwohl ich es vollständig verstehe, ich kenne die Worte nicht, um es in Spanisch oder in Ihrer Sprachen zu sagen. Aber mehr oder weniger so, wie ich es gesagt habe, da ist der Verbrecher, da ist das Opfer, das sie als schuldig hinstellen, um andere zu bestehlen und zu täuschen, und da ist die Waffe. Und der Tatort an sich ist die ganze Welt. Kann sein, dass ich denke, dass alles verworren ist, weil das kapitalistische System der Welt alles bereit stellt: es stellt das Opfer und er selbst ist der Mörder, die Waffe, die tötet und zerstört, und den Tatort.

Das also haben wir mit dem SupGaleano besprochen, als er sein Butterkuchen-Verbrechen begangen hat, sie ihn bestraft haben und nun wird er ein weiteres Vergehen haben, weil er das Handy des SupMoy genommen hat und glaubst du, dass der SupMoy es nicht bemerkt? Nun, aber wir denken weiter über das Problem nach, denn wenn wir den Verbrecher nicht stoppen, jetzt, wo die ganze Welt das Opfer ist, sind es nicht nur die Menschen, auch alles, die Tiere, die Pflanzen, die Steine, das Wasser, alles also.

Und das Problem ist auch, dass es keinen Ort gibt, wo du den Verbrecher einsperren kannst, also ist der einzige Weg, das Verbrechen zu stoppen, das kapitalistische System zu zerstören.

Natürlich erzähle ich Ihnen nicht alles, worüber wir gesprochen haben, das heißt, dass das Gespräch nicht vollständig oder unvollständig ist, aber ich erzähle Ihnen alles, denjenigen, die diese Geschichte hören und lesen und anschauen, dann werden sie mit den Kopf schütteln oder nur überlegen, welche Klamotten sie morgen anziehen, tanzen und feiern werden, weil ein Jahr aufhört und ein anderes beginnt, und glauben, dass der Kalender die Dinge einfach so verändern wird, aber damit die Dinge sich verändern, muss man kämpfen, viel, überall und zu allen Zeiten, damit es keine Ruhe gibt.«

Holmes und Watson blieben still, bis Elías sich verabschiedete und sagte: »Nun, deshalb muss ich gehen, passen Sie auf sich auf und haben Sie keine Scham mit den anderen Lieben, wenn es morgen auch durch sie*, mit ihnen* und für sie* sein wird«.

Und, sich Watson zuwendend, fügte er hinzu: »Wenn es keinen Schlüssel zur Schranktür gibt, brich die Tür auf. Du musst ohne Angst gehen, wie Magdalena. Oder mit Angst, aber sie kontrollierend

Watson wollte klarstellen, dass er und Sherlock nicht das waren, was sie zu sein schienen, aber Elías Contreras, Untersuchungskommission der Ezetaelene, hatte bereits seinen Weg eingeschlagen und der Nachmittag schlief im Schatten einer Nacht ein, die schon kalt war.

-*-

Vor ein paar Tagen, es werden nicht viele Monde sein, beschloss das Mädchen Defensa Zapatista, sich nur mit Farben auszudrücken. Und nicht mit Ausdrücken wie »das ist blau« oder »ich fühlte mich orange« oder solche Dinge, sondern nur Namen von Farben. Alle Theorien der Sprache und des Diskurses wurden durch die Unverschämtheit eines indigenen und zapatistischen Mädchens in Schach gehalten.

Eines Tages kam sie zur Hütte des SupGaleano und sagte: »gelb«.

Der Sup sah nicht mal vom Computer auf, er sagte nur: »In der Jacke, rechte Tasche

Defensa Zapatista ging dorthin, wo die Jacke hing, aus der rechten Tasche zog sie ein Paket Butterkuchen und lief hinaus, mit Freude sagend: »Violett«.

Im Gegensatz zu dem, was man denken könnte, hatte jede Farbe keine genaue Bedeutung. Um die Defensa Zapatista zu verstehen, musste man ihren Tonfall, den Kontext, in dem sie es gesagt hat, wo sie hinsah, den Ausdruck auf ihrem Gesicht, Gesten und sogar Körperhaltung berücksichtigen.

Einmal sagte sie auch »gelb«, als sie auf dem Weg zur Schule war, als ob sie zum Schafott gehen würde.

Der Sup sagt, dass er da wusste, dass Defensa Zapatista ein normales Mädchen und kein kybernetischer Organismus war, der vom perversen Verstand des SupMarcos erschaffen wurde, um uns zu belästigen. Die verfluchte Erbschaft eines Moriarty [Anm.: fiktive Romanfigur in Sherlock-Holmes-Geschichten] mit einer aufdringlichen Nase, einer beständigen und wütenden Diskussion, eingehüllt in die scheinbare Unschuld eines Mädchens, das kaum ein paar Handbreit vom Boden reicht. Ein Roboter, dessen Energiequelle nicht die Sonnen- , noch die Atomkraft ist, sondern die Butterkuchen.
Eines Nachmittags erklärte El SupGaleano dem Elías Contreras:

»Sie ist ohne Zweifel ein Kind. Es ist die normalste Sache auf der Welt, dass ein Mädchen, das zur Schule geht, dies mit dem Leid, der Angst und der Verzweiflung derjenigen tut, die zur Sklaverei von Buchstaben, Zahlen, Namen und Daten marschieren. Niemand könnte besser ausdrücken als sie, was es bedeutet, zur Schule zu gehen, und ich glaube, dass sie den Katze-Hund mit sich nimmt, auch wenn er in der Schultasche versteckt ist, ist es die Art, sich an die Welt zu klammern, in der Defensa Zapatista ist was sie ist, ich habe keine Idee aus was oder wer sie ist, aber sie ist glücklich in dieser Welt und glücklich in ihrem Bemühen, das Team zu vervollständigen, was vielleicht ihre Art ist zu sagen, »die Welt zu verändern«.

Weil man sieht, dass sie nicht davon träumt, ein Superheld zu sein, jemand mit Superkräften oder ein Katana [Anm.: japanisches Langschwert], das Hackfleisch aus ihren Feinden macht, die, wenn Sie darauf achten, immer männlich sind. Schau, sie bezieht sich nie auf das Tor, das mit einer Technik erzielt wurde, die alle überraschte und die unterschiedlichsten Erklärungen hatte. Auf der anderen Seite hörte der dahingeschiedene SupMarcos nicht auf, daran zu erinnern, die meiste Zeit, ohne dass es zu dem Fall oder dem Thema kam, dass er in der Sekundarschule ein Tor geschossen hatte. Er vergaß natürlich zu erwähnen, dass er immer auf der Bank saß und nur einmal an der Reihe war und dass, weil dem Trainer jemand fehlte und dass er traf, als er ausrutschte und, ungewollt und wie die Klassiker sagen, »den Ball in den hinteren Teil des Netzes schob.

Sie nimmt auch nicht die Rolle der hilflosen Prinzessin an, die auf die Rettung wartet, die kommt in dem, was sie sich unter der Maskulinität vorstellt, auf einem temperamentvollen Pferd. In der Tat, denke ich ihre Beziehung zu Pedrito ist genau das Gegenteil: Sie muss Pedrito helfen, führen und retten, obwohl vielleicht ihre Methode der kontinuierlichen Klapse nicht die geeignetste ist.

Nein, Defensa Zapatista setzt ihr Ziel als etwas, das kollektiv zu erfüllen ist, und sieht ihren Platz nicht als Führerin oder Chefin, weil sie die Position gewählt hat, die am wenigsten Glanz haben könnte, nämlich die Verteidigung, und sie tut dies, um das einäugige Pferd, das im Tor steht, zu unterstützen. Ihre Aufgabe ist es, zu suchen und zu finden, wer sich anschließt, wer im Team arbeitet, und ist gleichzeitig Teil des Teams, das die Brücke zu ihm ist. Und wenn sie Positionen wie das Sammeln von Bällen oder die des Köters oder Katze-Hund, der schief läuft, gleichstellt und es zu einer einzigartigen Anforderung macht, spielen zu wollen, ist es seine Art zu sagen »will kämpfen«.

In Defensa Zapatista gibt es keine neue Welt, gewiss, aber vielleicht ist es etwas Schrecklicheres und Wunderbareres: ihre Möglichkeit.

Und wenn sie Farben spricht, probiert sie vielleicht neue Formen der Kommunikation für diese Welt aus, die wir uns nicht vorstellen können, die sie aber bereits annimmt, nicht ohne den notwendigen und drängenden Kampf um sie herbeizuführen, wo auch immer sie sich befindet, zu dieser Realität, die wir erleiden.

Ich kann mir nichts zapatistischeres vorstellen, als das, was sich in der Anstrengung dieses Mädchens synthetisiert.«

Dies ersann der SupGaleano vor einem stillen und aufmerksamen Elías Contreras. Dabei erschien, mit dem Ball in der einen Hand und dem Katze-Hund in der anderen, Defensa Zapatista an der Tür der Hütte und fragte: »Rosa?«

»Wir gehen jetzt, wir holen dich dort ein«, antwortete der Sup. Defensa Zapatista stimmte nur mit einem »schwarz« zu und rannte davon.

Elías Contreras fragte den Sup: »Und was hat sie gesagt

»Keine Ahnung«, antwortete der Sup, während er zögerte, das Intermailand-Shirt anzuziehen (den offenbar, wie mir gesagt wurde, die Chinesen bereits gekauft haben), das von Atalanta (der sich bereits auf diesem Markt von Spielern namens UEFA befindet), oder das der Jaguare von Chiapas (wer weiß, wo die sind), die er in der Truhe der Erinnerungen des Verstorbenen gefunden hat. Schließlich zog er das EZLN-Trikot an, mit dem 1999 ein Team zapatistischer Unterstützungsbasis im Stadion »Palillo Martínez« in der Stadt des Sports, in Mexiko-Stadt, debütierte, in einem Spiel, in dem sie nur ein einziges Tor schossen und dass der dahingeschiedene SupMarcos wie folgt zusammenfasste: »Wir haben nicht verloren, es ist so dass uns Zeit fehlte, um zu gewinnen, so fehlt, was fehlt«.

»Eigentlich rate ich immer, was er meint. Manchmal treffe ich, manchmal liege ich daneben. Also, wie man sagt, wende ich die wissenschaftliche Methode von Versuch und Irrtum an. Komm schon, Elías, ich denke, wir müssen zum Bolzplatz gehen, weil dort ein Team ist, das vervollständigt werden muss. Plötzlich erweitert aber ja, eines Tages werden wir mehr sein«, fügte der SupGaleano entschuldigend hinzu.

Auf dem Bolzplatz waren das Schokopferd, das bereits mit Beharrlichkeit die gleiche Plastikflasche kaute, der Pedrito, der etwas mit dem Mädchen besprach, der Katze-Hund, der vergeblich versuchte, den brandneuen Ball zu beißen, den der gute Vlady Defensa Zapatista schenkte, und zwei absurde Figuren, die auf der einen Seite des vermeintlichen Fußballfeldes verharrten.

Niemand bemerkte es, aber zwischen Besenkopf, Tortillahaar, Elías Contreras und SupGaleano gab es einen Austausch eines komplizenhaften Lächelns und ein leichtes Kopfnicken als Begrüßung.

Defensa Zapatista lachte, während der Katze-Hund um sie herum sprang und versuchte, ihr den Ball wegzunehmen.

Die Kälte war abgeklungen, und eine Lauheit begann den Nachmittag zu bekleiden.

Und all das, was ich hier erzähle, geschah in irgendeinem Kalender, aber in einer genauen Geographie: den Bergen des mexikanischen Südostens.
Ich beglaubige:

Der Katze-Hund
Guau-miau.
Danke.

Aus dem CIDECI-UniTierra.
SupGaleano.

Mexiko, Dezember 2017.


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 Quelle:  
  http://s.chiapas.eu/9r36z 
 

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