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 UA: Einschüchterung von Aktivist_innen der FNLS in Chiapas
 Eindringen in die Häuser von Yolanda Castro und Jaime Gonzalez der FNLS
Gruppe B.A.S.T.A. vom 18.11.2008 UA drucken
Gruppe B.A.S.T.A. E-Mail
übersetzung Barbara (B.A.S.T.A.)

  San Cristóbal de las Casas, 13. November 2008

URGENT ACTION - EILAKTION

An die bundesstaatlichen, die nationalen und internationalen Menschenrechtsorganisationen,
An die demokratischen und unabhängigen Organisationen,
An progressive Persönlichkeiten,
An die Medien in Chiapas, Mexiko und der Welt,

Am 10. November 2008 haben die Organisationen, die Teil der Landesweiten Front für den Kampf für den Sozialismus (Frente Nacional de Lucha por el Socialismo − FNLS) in San Cristóbal de las Casas, Chiapas, sind, eine Pressekonferenz gegeben, bei der wir eine kritische Sichtweise auf die bundesstaatliche und die nationale Regierung eingenommen haben. Die Informationen wurden an diesem und am nächsten Tag von verschiedenen Medien wie der Zeitschrift Proceso im Internet, dem lokalen Radiosender WM und von bundesstaatlichen Tageszeitungen wie "El Expreso", "Cuarto Poder" "Heraldo de Chiapas" und "Acontecer Chiapaneco" in die Berichterstattung aufgenommen.

In der Pressekommission der FNLS, die diese Konferenz abhielt, befanden sich Yolanda Castro Apreza von dem Movimiento de Resistencia Popular del Sureste (MRPS − FNLS) und Jaime González González von der Front gegen Privatisierungen (FRCP – FNLS). Bei beiden wurde am 12. November in ihre Häuser eingedrungen, eine feige Aktion, die klare Anzeichen der Einschüchterung und der Repression von Seiten des Staates zeigt.

Unser Mitstreiter Jaime González ist Lehrer, und als er zur Arbeit ging, ließ er sein Haus in Motozintla allein zurück. Als er um 14:30 Uhr zurück kam, fand er die Tür geöffnet, seine Sachen auf dem Boden verstreut und eine Botschaft auf dem Esstisch, die folgendes besagte: "Ich wollte nur ein bisschen Information". Soweit es zu beurteilen ist, haben die einbrechenden Personen alle auffindbaren Papiere der FRCP – FNLS, Fotos und Videos von verschiedenen Aktionen und Mobilisierungen der Organisation mitgenommen, ebenso eine Videokamera der Marke Sony, eine X-Box und 12,000 Pesos Bargeld. Die Tat wurde noch gestern der Polizei gemeldet, und zwar dem Polizeibeamten Rodolfo Cruz Castillo, wo sie mit dem Aktenzeichen N° 502/2008 versehen wurde.

Das Haus der Compañera Yolanda war ab 14 Uhr unbeobachtet. Als sie um 16:45 Uhr wieder kam, erlebte sie die Überraschung, dass das Tor zur Straße weit offen stand. So, wie es aussieht, wurde nichts ihrer persönlichen Besitztümer mitgenommen, was noch mehr darauf hindeutet, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Diebstahl handelt. Wenn wir das aber im Zusammenhang mit unserem Compañero in Motozintla sehen, dann erscheint die Botschaft der staatlichen Repression sehr deutlich.

Wir wollen darauf hinweisen, dass in dieser Pressekonferenz und in den Zeitungsartikeln, ein Punkt besonders erwähnt wurde: die Ablehnung der FRCP – FNLS gegenüber der Minenausbeutung in der Sierra Madre in Chiapas, wegen der starken Umweltverschmutzung und der Gefährdung der öffentlichen Gesundheit. Im Besonderen wurde der Fall des transnationalen Konzerns "Linear Gold" beleuchtet, der vorhat, im Ejido Carrizal Goldabbau zu fördern, wobei es keine Zustimmung der Ejido-Versammlung gibt. Es wurde veröffentlicht, dass die Ablehnung dieses Projektes dazu geführt hat, dass der Compañero Elpidio Morales Díaz, Morddrohungen von Seiten dieses Betriebes bekommen hat. Außerdem gibt es eine Kampagne zur Verfolgung und Einschüchterung von Mitgliedern der FNLS, die von verschiedenen staatlichen Institutionen ausgeht.

Das Klima staatlicher Repression ist weder für die Organisation noch für Jaime Gonzalez neu.

Er wurde am 16. Mai 2007 von Agenten der AFI (Agencia Federal de Investigación) entführt, war 15 Tage "verschwunden", und wurde dann an die chiapanekische "Justiz" übergeben, von der er 2 Monate in dem berühmt berüchtigten Gefängnis "Quinta Pitiquitos" in Chiapa de Corzo unter dem verfassungswidrigen "arraigo" (eine Art Verwaltungshaft vor einem Verfahren) festgehalten wurde. Der Grund für diese brutale Ungerechtigkeit war, dass der besagte Compañero, eine Bewegung der FRCP – FNLS anführte, die dem verheerenden Abholzen von Bäumen durch die Holz – Kaziken der Region Einhalt gebieten wollten. Das Abholzen geschah mit der Autorisation und der "Zusammenarbeit" mit den bundesstaatlichen und den föderalen Autoritäten im Bereich Umwelt.

Für die FNLS ist das Eindringen in die Häuser von unserer Compañera Yolanda Castro und unserem Compañero Jaime González die faschistische Antwort des mexikanischen Staates auf die Anklage, die wir am vergangenen 10. veröffentlicht haben, sowie auf den Widerstandskampf gegen den Raubabbau von Mineralien, wie es transnationale Firmen verwirklichen wollen.

Die Tatsache, dass sich offizielle Apparate der "Intelligenz" in erster Linie darauf konzentrieren, Gegner des Regimes, denen es um ein gerechtes und freies Mexiko geht, zu spionieren und zu belästigen, anstelle von Aktivitäten der so genannten "organisierten Kriminalität" zu untersuchen, die sich straflos durch das Land bewegt, zeigt deutlich, dass es der aktuellen Regierung mehr darum geht, an der Macht zu bleiben und das neoliberale Projekt zu wahren, als die Verbrecher festzunehmen, die jeden Tag mehr und mehr Opfer unserer Gesellschaft hervorrufen.

Für jeglichen physischen und emotionalen Schaden, sowie Schäden am Eigentum, die unsere Compañera Yolanda Castro und unser Compañero Jaime González González erleiden mögen, sowie weitere AktivistInnen der FNLS, weisen wir direkt der Regierung von Felipe Calderón und der Regierung von Juan Sabines Guerrero die Verantwortung zu.

Wir bitten nationale und internationale Menschenrechtskommissionen, sowie demokratische und unabhängige Organisationen darum, dass sie den Fall verfolgen und Briefe an die unten aufgelisteten Funktionäre zu schicken, um Respekt gegenüber der physischen und psychologischen Integrität von unserer Compañera Yolanda Castro und unseres Compañeros Jaime González González zu fordern.

Stopp dem Staatsterrorismus in Mexiko!
Ende mit der Kriminalisierung des Volksprotests!
¡Por la Unidad Obrero, Campesina, Indígena y Popular!
Frente Nacional de Lucha por el Socialismo (FNLS)

Die Unterschriftenaktion ist bereits abgelaufen und kann nicht mehr online ausgefüllt werden. Sie wird hier nur noch textlich dokumentiert. UAs verfallen automatisch nach 6 Wochen, manchmal gibt es aber auch ein individuell definiertes Ende der UA.

Protestbrief

Al gobierno de México,
Al gobierno de Chiapas,
A la sociedad civil en México y el mundo,

Con mucha preocupación observo el clima de violencia y militarización en México. En especial estoy al pendiente de los allanamientos de las casas de Yolanda Castro y de Jaime González González, ambos militantes del FNLS (Frente Nacional de Lucha por el Socialismo), los cuales occurieron el día 12 de noviembre de 2008.

En la casa de Jaime González se llevaron papeles, documentos, fotos, vídeos del FRCP – FNLS, una videocamara, un aparato x-box y 12,000 Pesos en efectivo. En el comedor se encontró una nota que decía: "Sólo quería un poco de información". Los hechos fueron denunciados ante el Ministerio Público del lugar, Lic. Rodolfo Cruz Castillo, levantándose la Averiguación Previa N° 502/2008.

Por el otro lado, Yolanda Castro encontró este mismo día la puerta que da a la calle de su casa totalmente abierta. Al parecer, no le fue sustraída ninguna pertenencia, sin embargo, al ver el hecho en el contexto con los acontecimientos de la casa de Jaime González, queda claro que no se trata de un robo común, sino de un acto de intemidación y de represión.

Ambos participaron dos días antes en la conferencia del Frente Nacional de Lucha por el Socialismo en la Ciudad de San Cristóbal de las Casas donde tomaron una postura crítica frente a las políticas de los gobiernos federal y estatal, en especial hablaron de las concesiones para empresas transnacionales de explotación minera. El FRCP − FNLS rechaza la explotación minera en la Sierra Madre de Chiapas, debido a la grave contaminación ambiental y daños a la salud pública que ocasiona esa actividad. Particularmente se abordó el caso de la transnacional "Linear Gold", que pretende iniciar trabajos de explotación de oro en el ejido Carrizal, municipio de Motozintla, sin contar con la aprobación de la Asamblea Ejidal. Se denunció que por oponerse a ese atropello, existen amenazas de muerte por parte de dicha empresa hacia el compaöero Elpidio Morales Díaz.

Exigimos respeto a la libertad de expresión y manifestación y responsabilizamos a las autoridades competentes por cualquier agravio o maltrato físico y psicológico que occura a Jaime González González y a Yolanda Castro Apreza.

Atentamente

übersetzung

An die Regierung von Mexiko
An die Regierung von Chiapas
An die Zivilgesellschaft in Mexiko und der Welt

Mit großer Sorge beobachte ich das Klima von zunehmender Gewalt und Militarisierung in Mexiko. Im besonderen gilt meine Aufmerksamkeit den Vorkommnissen am 12. November in den Wohnhäusern von Jaime González González und Yolanda Castro, beides Mitglieder von Organisationen der FNLS (Frente Nacional de Lucha por el Socialismo), in die gewaltsam eingedrungen wurde. Im Haus von Jaime González González wurden sämtliche Papiere, Broschüren, Fotos und Videos der FRCP – FNLS (Front gegen Privatisierungen) mitgenommen, ebenso eine Videokamera, eine X-Box und 12,000 Pesos in bar. Auf dem Esstisch befand sich ein Zettel, auf dem stand: "Wir wollten nur ein bisschen Information". Die Tat wurde der Polizei gemeldet, dem Polizeibeamten Rodolfo Cruz Castillo und wurde mit dem Aktenzeichen N° 502/2008 versehen.

Auf der anderen Seite fand Yolanda Castro ihr Haus am gleichen Tag gegen 16:45 offen stehen. Offensichtlich wurde nichts entwendet, doch im Zusammenhang mit der Tat im Wohnhaus von Jaime González wird deutlich, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Einbruch handelt, sondern ich sehe die Aktion als Einschüchterung und Teil staatlicher Repression.

Beide haben zwei Tage zuvor an einer Pressekonferenz der FNLS in San Cristóbal de las Casas teilgenommen, bei der sie eine kritische Position zur Staatspolitik eingenommen haben, im Besonderen sind sie auf die erteilten Konzessionen an transnationale Unternehmen zum Mineralabbau eingegangen. Die FRCP–FNLS lehnt die Minenausbeutung in der Sierra Madre in Chiapas wegen der starken Umweltverschmutzung und der Gefährdung der öffentlichen Gesundheit ab. Im Besonderen wurde der Fall des transnationalen Konzerns "Linear Gold" beleuchtet, der vorhat, im Ejido Carrizal Goldabbau zu fördern, wobei es keine Zustimmung der Ejido-Versammlung gibt. Es wurde veröffentlicht, dass die Ablehnung dieses Projektes dazu geführt hat, dass der Compañero Elpidio Morales Díaz, Morddrohungen von Seiten dieses Betriebes bekommen hat.

Wir fordern Respekt gegenüber der Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit und übertragen die Verantwortung für mögliche Beeinträchtigung der physischen und psychischen Integrität von Jaime González González und Yolanda Castro Apreza den entsprechenden Autoritäten.

Mit freundlichen Grüßen

Quelle: http://www.gruppe-basta.de/


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