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 Urgent Action-Aufruf zu Oaxaca
News vom 29.10.2006 UA drucken
E-Mail
übersetzung Dana und Gruppe B.A.S.T.A.

  La Red Oaxaqueña de Derechos Humanos
(Menschenrechtsnetzwerk von Oaxaca)
Calle Crespo # 524 Int. 4-E, Centro,
Oaxaca, México CP 68000
Tel/fax: (951) 514 16 34
E-mail: rodhmx-AT_prodigy-PUNKT-net

Oaxaca, Mexiko, 27. Oktober 2006

Dringender Aufruf
Das Menschenrechtsnetzwerk von Oaxaca ist besorgt und alarmiert über die zunehmenden Gewaltakte, die systematisch gegen Bürger und Sympathisanten der Volksversammlung der Bevölkerung von Oaxaca (APPO) in den Barrikaden von Oaxaca Stadt verübt werden.

Heute haben im Verlauf des Tages, auf Betreiben von PRIistas, mehrere Schießereien gegen Barrikaden an verschiedenen Punkte in der Stadt und den Vororten stattgefunden, die eine ernste Gefahr für die mobilisierte Bevölkerung und den Bürgern darstellt, die in der Nähe dieser Orte leben.

Vorfälle
Gegen ungefähr 9:30 Uhr wurde die Barrikade der Col. 5 Señores, neben dem Fraccionamiento Rosario und der Secundaria Técnica Num. 139 unter Beschuss genommen, wo eine Gruppe von ungefähr 10 Polizisten, die in einem Jetta Negro ohne Autokennzeichen, und einem Kleinlaster mit Kennzeichen TJM 6561 zirkulierte, mit Schusswaffen auf die Personen feuerten, die sich in der Barrikade aufhielten, und Sr. Gerardo Sánchez Ramírez, einen 34-jähirger Klempner festnahmen. Er wurde im Frauengefängnis von Tanivet, in Tlacolula de Matamoros lokalisiert, und steht nach Aussage des Ministeriums für Bürgerschutz, unter Anklage wegen versuchter Tötung.

Unbekannte Personen feuerten Schüsse gegen die Einrichtungen von Radio Universidad, der sich unter der Kontrolle der APPO befindet.

Am Nachmittag fanden vier Schiessereien gleichzeitig statt, und forderten vier Tote und mehrere Verletzte.

In dem Gebäude der Staatsanwaltschaft in San Antonio de la Cal, gab es Konfrontationen, bei denen sieben Personen Schussverletzungen davontrugen. Vier davon wurden identifiziert: Guillermo García, Francisco Ángeles, Martín Olivera Ortiz und Enedino Cruz Sánchez. Am Abend wurde eine weitere Konfrontation registriert, die von PRIistas mit großkalibrigen Schusswaffen provoziert wurde, bei der gegen ungefähr 20:25 Uhr ein Lehrer verwundet wurden.

In der Col. López Mateos ergriffen die PRIistas Alejandra Soriano Pantoja, Koordinatorin der Barrikade. Sie versuchten sie mitzunehmen, sahen sich jedoch gezwungen sie wieder freizulassen, da Bewohner des Viertels ihnen nachstellten.

In der Col. Calicanto wurde ein Fahrzeug verbrannt, was eine Konfrontation hervorrief. PRIistas griffen Personen an, die an den Barrikaden beteiligt waren. Bei der Ankunft der Medien, waren aus einer anderen Richtung Schüsse zu hören. Dabei wurde der Journalist Bradley Roland Will, von Indymedia New York von zwei Kugeln getroffen, der sich seit einem Monat in Oaxaca befand um die Situation zu dokumentieren. Die Kugeln trafen seinen Magen und seine Abdominalaorta. Er erlag seinen schweren Verletzung auf dem Weg zum Roten Kreuz. Ebenfalls verwundet wurde Oswaldo Ramírez, Fotograf der Milenio. Es wurde inzwischen bestätigt, dass es sich bei den Angreifern um Bezirkspolizisten handelt.

Berichten zufolge versuchten am Abend einige Gruppen in der Colonia Santa Lucia, die Barrikaden und Blockaden zurückzuziehen, die die gesamte Stadt praktisch stillgelegt haben.

In Santa María Coyotepec traf am Nachmittag der Bezirkspräsident mit einer zahlreichen Gruppe von Personen ein, um eins der größten Proteststreike zu räumen, der vor dem Rathaus aufrechterhalten wurde. Dabei brannten sie das Lager der Lehrer nieder, was eine starke Konfrontation hervorrief, die immer noch anhält. Ein Fahrzeug ohne Autokennzeichen, aber mit dem Aufkleber TJJ5521 wurde identifiziert, mit zwei Personen, die provokante Handlungen ausführten.

Im Augenblick werden mehrere Verletzte und drei Tote gemeldet: Emilio Alonso Fabian, der von drei Kugeln getroffen wurde; Esteban Zurita und ein weiterer nicht identifizierter Mann. Die Lage ist äußert angespannt, da im Bezirksgefängnis und auf der Wache verletzte Personen festgehalten werden, denen medizinische Versorgung verweigert wird, was unter den Menschen vor Ort starke Spannungen hervorgerufen hat.

Die ernste Lage in Oaxaca, die offensichtlich von der staatlichen Regierung mit der Beteiligung von Polizeielementen ausgelöst wurde, stellt eine Gefahr für das Leben und die physische und psychische Integrität von Personen, sowie für die Wahrung der allgemeinen Menschenrechte dar.

Aufgrund dessen fordert das Menschenrechtsnetzwerk von Oaxaca:
* Die sofortige Einstellung der bewaffneten Angriffe gegen die Barrikaden. Diese Aktionen verschärfen nur weiterhin die kritische Situation in Oaxaca, gefährden die physische Integrität und das Leben der Demonstranten, und fordern hauptsächlich unter den Sympathisanten und Journalisten Opfer.

* Eine gründliche Untersuchung der Beteiligung von Polizeielementen an diesen provokativen Handlungen, die Zuweisung der Verantwortlichkeiten und die gesetzmäßige Bestrafung der Schuldigen, die für die Auseinandersetzungen verantwortlich sind.

* Wir lehnen eine gewaltsame Lösung des Konflikts ab. Die Anwendung von Gewalt gegen die Barrikaden verursacht lediglich Konfrontationen unter der Bevölkerung und eine noch größere soziale Polarisierung.

Die Unterschriftenaktion ist bereits abgelaufen und kann nicht mehr online ausgefüllt werden. Sie wird hier nur noch textlich dokumentiert. UAs verfallen automatisch nach 6 Wochen, manchmal gibt es aber auch ein individuell definiertes Ende der UA.

Protestbrief

Al Gobierno de México
Al Gobierno de Oaxaca
Al movimiento social en Oaxaca y México
A la sociedad civil de México y del mundo

¡ALTO A LA VIOLENCIA EN OAXACA!
¡SOLIDARIDAD CON LA APPO!

Ante la escalación de violencia por paramilitares del "gobernador" Ulíses Ruiz Ortiz contra la Asamblea de los Pueblos de Oaxaca APPO exigimos:

1. Salida inmediata del "gobernador" Ulíses Ruiz Ortiz y sometimiento a juicio político y penal.

2. Exigimos al gobierno federal mexicano, al presidente Vicente Fox y a Felipe Calderón Hinojosa resolver las legítimas demandas del pueblo oaxaqueño organizado en la Asamblea Popular de los Pueblos de Oaxaca (APPO).

3. Condenamos la orden de represión emitida por el gobierno federal mexicano y desde este momento lo responsabilizamos de la muerte de los integrantes de la APPO y del periodista de medios independientes, Indymedia, Brad Will.

4. Exigimos la salida inmediata de las tropas federales del estado de Oaxaca.

5. Expresamos nuestra solidaridad con la lucha legítima y justa de la APPO.

6. Hacemos un llamado a la sociedad civil mundial a manifestarse de todas las formas pacificas posibles es sus respectivos países, demandando el cese de la represión y el alto al hostigamiento sistemático contra las organizaciones sociales y democráticas de México.

¡Por derechos humanos y democracia en Oaxaca!

Nos solidarizamos con la lucha democrática de la APPO y l@s defensor@es de los derechos humanos!

Vamos a informar a la prensa, la sociedad civil y el sector turístico y empresarial en nuestro pais.

saludos,

(Datum und Unterschrift)

übersetzung

Schluss mit der Repression in Oaxaca!

An die Regierung von Mexiko
An die Regierung von Oaxaca
An die soziale Bewegung in Oaxaca und Mexiko
An die Zivilgesellschaft in Mexiko und der Welt

Schluss mit der Gewalt in Oaxaca!
Solidarität mit der APPO!

Angesichts der Gewalteskalation durch Paramilitärs des "Gouverneurs" Ulíes Ruiz Ortiz gegen die Versammlung der Bevölkerung von Oaxaca APPO fordern wir:

1. Sofortiger Rücktritt des "Gouverneurs" Ulíes Ruiz Ortiz und seine Unterziehung unter einen politischen und strafrechtlichen Gerichtsprozess.

2. Wir fordern von der mexikanischen Bundesregierung, Präsident Vicente Fox und Felipe Calderón Hinojosa, die legitimen Forderungen des oaxakenischen Volkes, organisiert in der Versammlung der Bevölkerung von Oaxaca APPO, zu erfüllen.

3. Wir verurteilen den Befehl zur Repression, der von der mexikanischen Bundesregierung ausgegeben wurde und machen sie für den Tod der Mitglieder der APPO und des Journalisten der unabhängigen Medien (Indymedia) Brad Will verantwortlich.

4. Wir fordern den sofortigen Rückzug der föderalen Truppen aus dem Bundesstaat Oaxaca.

5. Wir drücken unsere Solidarität mit dem legitimen und gerechten Kampf der APPO aus.

6. Wir rufen die globale Zivilgesellschaft dazu auf, auf alle möglichen friedlichen Weisen in den entsprechenden Ländern zu demonstrieren und das Ende der Repression und den Schluss der systematischen Belästigungen gegen soziale und demokratische Organisationen in Mexiko zu fordern.

Für Menschenrechte und Demokratie in Oaxaca!

Wir solidarisieren uns mit dem demokratischen Kampf der APPO und der MenschenrechtsverteidigerInnen.

Wir werden Presse, die Zivilgesellschaft sowie den Tourismus- und Unternehmersektor in unserem Land informieren.

Grüße,

(Datum und Unterschrift)

Quelle: http://www.chiapas.eu/nolink.php


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