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ua von ai - Familie bedroht
amnesty international vom 04.10.2011

  Mexiko
UA-285/2011-1
Index: AMR 41/062/2011
04. Oktober 2011

Mitglieder der FAMILIE MUÑOZ

Acht Männer der Familie Muñoz wurden im Juni im Bundesstaat Chihuahua von sechs bewaffneten Männern in Uniform festgenommen und sind seitdem verschwunden. Ihre Familie erhielt Anrufe, in denen den Familienmitgliedern gedroht wurde.

Am 13. September erhielt Familie Muñoz einen Anruf bei sich zu Hause. Der Anrufer wollte mit Toribio Jaime Muñoz González sprechen, von dem er behauptete, dass er wegen Betruges und Diebstahl festgenommen wurde.

Das Familienmitglied, das den Anruf entgegennahm, bekam Angst und legte auf. Toribio Jaime Muñoz González gehört zu den acht Familienangehörigen, die seit dem 19. Juni vermisst werden.

Am 26. September erhielt die Familie einen erneuten Anruf von einer Person, die Toribio Jaime Muñoz González sprechen wollte. Die Person fragte, ob er noch immer verschwunden sei und fügte dann hinzu: "Und was ist mit dir, hast du keine Angst, dass sie dich verschwinden lassen?" Dann wollte der Anrufer wissen, mit wem er sprach. Die Frau, die den Anruf entgegennahm, erklärte, dass sie nicht zur Familie gehöre. Daraufhin beschimpfte der Anrufer sie und entgegnete, dass sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern solle und legte auf.

Augenzeugenberichten zufolge umstellten am 19. Juni ungefähr zehn Zivilfahrzeuge während eines Familientreffens das Haus der Familie Muñoz nahe Anahuac in Cuauhtémoc. Sechs schwer bewaffnete Männer in schwarzen Uniformen stürmten das Haus. Sie schlugen alle männlichen Familienmitglieder und legten sie in Handschellen. Die anwesenden Frauen, denen gesagt wurde, dass sie wegschauen sollten, wurden von den bewaffneten Männern bedroht. Aber sie konnten trotzdem feststellen, dass auf mindestens einer der Uniformen der Aufdruck der Bundespolizei zu erkennen war. Die acht Männer der Familie Muñoz wurden in die draußen wartenden Fahrzeuge gezwängt, die dann mit ihnen wegfuhren. Seitdem hat man nichts von ihnen gehört. Während der Durchsuchung konnte eine Frau entkommen. Sie rief den örtlichen Polizeinotruf an, aber es wurde niemand zum Haus geschickt. Stattdessen wurde ein Polizeiwagen gesichtet, der nach der Frau, die den Anruf getätigt hatte, suchte.

Die Familie glaubt, dass das Verschwinden der Männer eine Vergeltungsaktion der Polizei darstellt, da es zuvor zu einer Auseinandersetzung zwischen den acht Männern der Familie und der örtlichen Polizei gekommen war. Laut Berichten der Familie, weigerte die Polizei sich, zu helfen, als die Familie ihr mitteilte, dass ein Mann in der Nähe ihres Treffens eine Waffe abfeuerte. Die Auseinandersetzung endete damit, dass ein Polizeioffizier behauptete, von einem Familienmitglied geschlagen worden zu sein.

Hintergrundinformationen

Seit 2007 kommt es in Mexiko häufig zu Gewalttaten in Verbindung mit der organisierten Kriminalität. Die Regierung Mexikos macht das organisierte Verbrechen für mehr als 35.000 Tötungen während dieser Zeit verantwortlich. Präsident Calderóns Regierung versucht, die Drogenkartelle zu bekämpfen, indem er tausende von BundespolizistInnen und mehr als 50.000 Militärangehörige in den am stärksten betroffenen Gebieten einsetzt. Im Bundesstaat Chihuahua ist die Anzahl an schweren Gewaltverbrechen und Berichten über Menschenrechtsverletzungen durch das Militär und die Polizei stark gestiegen. Hierzu zählen willkürliche Inhaftierungen, Folter, rechtswidrige Tötungen und mutmaßliches Verschwindenlassen. In einigen Fällen versuchten die Behörden, die Straftaten von staatlichen Sicherheitskräften kriminellen Banden zuzuschreiben.

Die Unterschriftenaktion ist bereits abgelaufen und kann nicht mehr online ausgefüllt werden. Sie wird hier nur noch textlich dokumentiert. UAs verfallen automatisch nach 6 Wochen, manchmal gibt es aber auch ein individuell definiertes Ende der UA.

Protestbrief (korrekte Anrede wird automatisch hinzugefügt)

Permítame que me dirija a Vd. para transmitirle mi preocupación por la aparente desaparición forzada, a manos de agentes de policía, de ocho miembros de la familia Muñoz

Pido que se adopten medidas de protección para la familia Muñoz, conforme a sus propios deseos.
Ruego que se adopten medidas inmediatas para determinar el paradero de los desaparecidos y garantizar su seguridad.

Pido que se lleve a cabo una investigación independiente, exhaustiva e imparcial sobre la detención de los ocho hombres, que incluya los indicios de implicación policial, y que los responsables comparezcan ante la justicia.

Finalmente, insto a las autoridades que se proporcione a las familias y a sus asesores legales toda la información relativa a las investigaciones emprendidas.

Con mi mayor consideración

 Zum Auflisten der bisherigen Unterzeichner hier klicken!

Bisher haben 29 Person(en) diese Eilaktion unterzeichnet.
Folgende Unterzeichner erlaubten, dass Ihr Namen (usw.) hier erscheint:

Vorname Name Organisation Ort Land 
Gilberto Rescher  Bielefeld Alemania 
Peter Clausing Red de Comites Oscar A. Romero Wilhelmshorst Alemania 
Sarah Eckhardt  Berlin Deutschland 
Gruppe B.A.S.T.A.  Münster Alemania 
Janika Herz  Mainz Deutschland 
Agnes Effland  Köln Deutschland 
Lena Schulz  Berlin Alemania 
sebastian schafer Peace Watch Switzerland schmitten schweiz 
Robert Swoboda amnesty international Jena Jena Alemania 
Erik Weber  Jena Alemania 
Peter Fischedcik  Düsseldorf Deutschland 
Susanna Sutter  Basel Suiza 
Jörg Zimmermann  Beetzendorf/OT Poppau Germany 
Anne Bernhardt  Kahla Alemania 
Jasmine Bischke  Mainz Alemania 
Klaus Schmitt  67578 Gimbsheim BRD 
Thomas Haug emanzipart Schopfheim Alemania 
Lara Speckmann  Freiburg Alemana 
Stefan Puke  Münster Alemania 
Lucia Werbick  48301 Nottuln Deutschland 
Frank Lehmann  Bremen Alemania 
Bruni Franke  Essen BRD 
Dory Bartschat FAEZ (Fracción Autonoma del Ejercito Zapatista) Bochum Alemania 
Ulrich Thöne  Paderborn Deutschland 
Michael Blakert  Paderborn Germany 

übersetzung

[Anrede wird automatisch hinzugefügt],

hiermit möchte ich meine große Sorge um das Verbleiben mehrerer Mitglieder der Familie Muñoz im Bundesstaat Chihuahua ausdrücken.

Am 19. Juni 2011 wurden acht männliche Mitglieder der Familie von Unbekannten festgenommen, mindestens einer der Entführer trug eine Uniform der Bundespolizei. Laut Aussage der Familie Muñoz handelte es sich bei der Festnahme um eine Vergeltungsaktion für eine frühere Auseinandersetzung mit der Polizei.

Im September 2011 bekam die Familie zwei Anrufe, die sich auf den Vorfall bezogen. Dabei drohte einer der Anrufer einmal der Frau, die das Gespräch entgegennahm, mit ihrem Verschwinden. In einem anderen Telefonat erwähnte der Anrufer vermeintliche Ermittlungen gegen einen der Entführten wegen Betrugs und Diebstahls. Hierüber liegen der Familie aber keine offiziellen Informationen vor.

Ich bitte Sie hiermit dringend, geeignete Schutzmaßnahmen für die Familie einzuleiten. Leiten Sie bitte eine uparteiische Untersuchung über den Verbleib der verschleppten Männer und die Umstände Ihres Verschwindens ein, unter besonderer Berücksichtigung einer Beteiligung der Polizei.

Hochachtungsvoll

 Quelle:  
  http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-285-2011-1/familie-bedroht 
 

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