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ua von ai: Zeugen und Angehörige bedroht
amnesty international vom 29.02.2012

  Mexiko
UA-070/2012
Index: AMR 41/014/2012
29. Februar 2012

In Lebensgefahr:
Frau María Elizabeth Chaparro Almodóvar
Herr Raúl Puerta Carrillo
Frau Ofelia De Jesús Puerta Carrillo
Frau Maria De Jesus Puerta Carrillo
Herr Jesus Mendez Escudero

Getötet:
Herr Carmen Puerta Carillo

Die Angehörigen eines getöteten indigenen Mexikaners werden massiv bedroht, um sie davon abzubringen, Gerechtigkeit zu fordern. Soldaten hatten den 27-Jährigen erschossen. Die Familie befindet sich in Lebensgefahr.

Laut der Aussage von Augenzeugen schossen Soldaten dem 27-jährigen Carmen Puerta Carrillo, einem Angehörigen der indigenen Tepehuan, am 3. Februar in den Kopf. Carmen Puerta Carrillo fuhr zur Tatzeit mit seinem Auto durch den Bezirk Baborigame in der Stadt Guadalupe y Calvo im Norden des mexikanischen Bundesstaates Chihuahua. Raúl Puerta Carrillo und Jesús Mendez Escudero, die sich beide ebenfalls im Auto befanden, geben an, dass sie etwa einen Häuserblock von der dortigen Militärkaserne entfernt waren, als Soldaten das Feuer ohne Vorwarnung und ohne vorherige Provokation eröffneten. Carmen Puerta Carrillo starb am darauffolgenden Tag im Krankenhaus.

María Elizabeth Chaparro Almodóvar, die Frau von Carmen Puerta Carrillo, hat am 17. Februar bei der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft in der Stadt Hidalgo de Parral eine offizielle Beschwerde eingelegt. Drei Personen haben sich als Zeugen des Vorfalls gemeldet: Raúl Puerta Carrillo, Jesús Mendez Escudero und Jesús Puerta Carrillo.

Ofelia de Jesús Puerta Carrillo und María de Jesús Puerta Carrillo, zwei Schwestern von Carmen Puerta Carrillo, waren aufgefordert worden, am 12. Februar in die Militärkaserne zu kommen. Dort soll man ihnen empfohlen haben, keine Anzeige zu erstatten, weil das Ganze sonst schlecht enden könne. Der Bruder des Opfers, Raúl Puerta Carrillo, erhielt nach eigenen Angaben am 20. Februar Besuch von einem Hauptmann und am 21. Februar von einem Oberst der Armee. Beide Männer sollen ihm angeboten haben, alle Kosten, die in Verbindung mit dem Tod seines Bruders anfallen, zu übernehmen.

Alle Personen, die zu Zeugen des Mordes an Carmen Puerta Carrillo geworden sind sowie deren Angehörige befinden sich in akuter Lebensgefahr.

Hintergrundinformationen

Laut den mexikanischen Behörden wurden seit Dezember 2006 in Mexiko fast 50.000 Menschen während gewaltsamer Auseinandersetzungen sowohl zwischen Drogenkartellen und anderen Banden als auch unter Beteiligung der Sicherheitskräfte getötet. Etwa 50.000 Militärangehörige werden in einem weiträumigen Gebiet, das auch den Bundesstaat Chihuahua umfasst, zur Bekämpfung von kriminellen Banden eingesetzt. Die Anzahl der durch Streitkräfte verübten Menschenrechtsverletzungen ist seitdem stark angestiegen. Zu diesen zählen Folter, das Verschwindenlassen von Menschen und außergerichtliche Hinrichtungen. Angehörige des Militärs werden jedoch so gut wie nie vor Gericht gestellt. Der Oberste Gerichtshof von Mexiko hatte 2011 entschieden, dass mutmaßlich von Militärangehörigen verübte Menschenrechtsverletzungen vor Zivilgerichten verhandelt werden müssen. Trotzdem bestehen die Militärbehörden weiterhin darauf, dass die Untersuchung und die Verhandlung solcher Straftaten von der militärischen Strafgerichtsbarkeit durchgeführt werden. Amnesty International erreichen immer wieder Berichte von Angehörigen und ZeugInnen, die bedroht werden, sobald sie Strafanzeige erstatten. Weiterhin wird oft davon berichtet, dass Militärbehörden Familienangehörige unter Druck setzen, eine begrenzte finanzielle Unterstützung anzunehmen, und als Gegenleistung keine Strafverfolgung der Menschenrechtsverletzungen anzustreben.

Die Unterschriftenaktion ist bereits abgelaufen und kann nicht mehr online ausgefüllt werden. Sie wird hier nur noch textlich dokumentiert. UAs verfallen automatisch nach 6 Wochen, manchmal gibt es aber auch ein individuell definiertes Ende der UA.

Protestbrief (korrekte Anrede wird automatisch hinzugefügt)

Permítame que me dirija a Ud. para transmitirle mi preocupación por la seguridad de
la familia de Carmen Puerta Carrillo y a todos los testigos del tiroteo, incluidos María Elizabeth Chaparro Almodóvar, Raúl Puerta Carrillo, Jesús Méndez Escudero, Jesús Puerta Carrillo, Ofelia de Jesús Puerta Carrillo y María de Jesús Puerta Carrillo pidiendo que se les asigne protección, de estricta conformidad con los deseos de los afectados.

Ruego a las autoridades a que se lleve a cabo una investigación exhaustiva e imparcial, realizada por autoridades judiciales civiles, sobre los disparos que mataron a Carmen Puerta Carrillo y que se hagan públicos sus resultados y que todos los responsables comparezcan ante la justicia.

Finalmente pido que todas las denuncias de violaciones de derechos humanos cometidas por las fuerzas armadas sean investigadas y juzgadas por las autoridades judiciales civiles.

Con mi mayor consideración

 Zum Auflisten der Anzahl der bisherigen Unterzeichner hier klicken!

Bisher haben 26 Person(en) diese Eilaktion unterzeichnet.

übersetzung

[Anrede wird automatisch hinzugefügt],

Gestatten Sie mir, dass ich mich an Sie wende, um meiner Sorge um die Sicherheit von

der Familie von Carmen Puerta Carrillo und sämtlichen Zeugen des Schusswechsels, einschließlich María Elizabeth Chaparro Almodóvar, Raúl Puerta Carrillo, Jesús Méndez Escudero, Jesús Puerta Carrillo, Ofelia de Jesús Puerta Carrillo y María de Jesús Puerta Carrillo, Ausdruck zu verleihen und Sie darum zu bitten, gemäß den Wünschen der Betroffenen Personenschutz für diese Personen zu gewähren.

Ich fordere die Behörden auf, umfassende und unvoreingenommene Untersuchungen durch die zivilrechtlichen Instanzen über die Schüsse zu veranlassen, durch die Carmen Puerta Carrillo getötet wurde, und dass sämtliche Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.

Außerdem fordere ich, dass sämtliche Anzeigen von Menschenrechtsverletzungen, die durch die Streitkräfte begangen worden sind, untersucht und vor den zivilrechtlichen Instanzen verhandelt werden.

Hochachtungsvoll

 Quelle:  
  http://amnesty.de/urgent-action/ua-070-2012/zeugen-und-angehoerige-bedroht 
 

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