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ua von ai: Foltergefahr
amnesty international vom 12.02.2010

  Mexiko
UA-009/2010-1
Index: AMR 41/013/2010
12. Februar 2010

Frau Nitza Paola Alvarado Espinoza
Herr Jose Angél Alvarado Herrera
Frau Rocío Irene Alvarado Reyes

Eine der drei Personen, die am 29. Dezember 2009 rechtswidrig von der mexikanischen Armee festgenommen worden sind, konnte am 4. Februar einen Anruf tätigen. Dies war bislang ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Man geht davon aus, dass sie dem »Verschwindenlassen« zum Opfer gefallen sind.

Am 4. Februar 2010 gelang es Nitza Paola Alvarado Espinoza, einen Freund anzurufen. Sie weinte und sagte: »Bitte hilf mir, hol mich hier raus, ich habe Angst«(por favor ayudenme, saquenme de aqui, tengo miedo). In dem Moment hörte der Freund zwei Männerstimmen, eine von ihnen sagte, »Verdammter Idiot, sie telefoniert, ich habe dir doch gesagt, du sollst sie nicht alleine lassen« (pinche vieja culera ya habló, te dije que no la dejaras sola!). Daraufhin wurde die Verbindung unterbrochen.

Am 29. Dezember 2009 hat man Nitza Paola Alvarado Espinoza zum letzten Mal gesehen, als sie gemeinsam mit ihren Verwandten Jose Angél Alvarado Herrera und Rocío Irene Alvarado Reyes von zehn Angehörigen der mexikanischen Armee festgenommen wurde. Die Soldaten hatten weder einen Haftbefehl vorgezeigt, noch hatten sie die Festnahme begründet. Die drei Personen, die seither nicht mehr gesehen worden sind, stammen aus der Stadt Buenaventura im Bundesstaat Chihuahua.

Zwei Tage nach dem Anruf fuhr eine Gruppe von Soldaten in einem gepanzerten Humvee-Geländewagen bei Jose Angél Alvarados Mutter zu Hause vor. Sie stellten ihr eine Reihe persönlicher Fragen, die sie selbst betrafen und die Drei, die am 29. Dezember 2009 festgenommen worden waren. Die Soldaten nannten keine Gründe für die Befragung. Sie warnten den Nachbarn, der sie dabei beobachtet hatte, wie sie in das Haus gegangen waren, dass es Konsequenzen für ihn haben werde, wenn er irgendwem darüber berichtete, dass er sie dort gesehen habe.

Die Militärbehörden streiten ab, die drei Personen in Gewahrsam zu halten. Außerdem erklärten sie nicht, weshalb die Armee das Auto von Jose Angél Alvarado einige Tage später beschlagnahmt und es dem örtlichen Staatsanwalt übergeben hat.

Hintergrundinformationen

Seit 2007 kommt es in Mexiko in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität immer häufiger zu Gewaltverbrechen. Die Medien berichteten 2009 von mehr als 6500 Tötungsfällen in Verbindung mit Drogenkartellen - die meisten davon im Bundesstaat Chihuahua. Die Regierung unter Staatspräsident Calderón setzte 50.000 Soldaten ein, um in den am stärksten betroffenen Gebieten - wie der Stadt Ciudad Juárez - gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen. Dies führte zu einer Häufung von Berichten über Menschenrechtsverletzungen durch das Polizeiaktionen ausführende Militär, darunter Entführungen, Folter und Tötungen. Im November 2009 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht über Menschenrechtsverletzungen durch das Militär in Mexiko (in englischer Sprache auf: http://www.amnesty.de/files/Mexico_Bericht_08.12.09en.pdf). Darin werden Fälle von »Verschwindenlassen« in Ciudad Juárez dokumentiert, bei denen das Militär trotz zwingender Beweise jegliche Beteiligung leugnet. Solche Fälle werden in der Regel von der Militärjustiz untersucht, und Verfahren finden vor Militärgerichten statt, so dass unparteiische und unabhängige Ermittlungen nicht garantiert sind und daher die große Mehrheit der Täterinnen und Täter straffrei bleibt. Den Opfern und ihren Angehörigen wird somit das Recht auf Aufklärung der Taten und Bestrafung der Verantwortlichen verwehrt. Militärangehörige sind sich der Tatsache bewusst, dass man sie gewöhnlich nicht zur Rechenschaft zieht.

Empfohlene Aktionen

schreiben sie bitte E-Mails, faxe oder Luftpostbriefe:

− Bringen Sie Ihre Sorge darüber zum Ausdruck, dass Jose Angél Alvarado Herrera, Nitza Paola Alvarado Espinoza und Rocío Irene Alvarado Reyes offenbar dem »Verschwindenlassen« durch das Militär zum Opfer gefallen sind.
− Fordern Sie die Behörden auf, umgehend zu untersuchen, was mit den beiden Frauen und dem Mann geschehen ist.
− Dringen Sie bei den Behörden darauf, sie entweder einer erkennbar strafbaren Handlung anzuklagen und vor Gericht zu stellen oder sie umgehend freizulassen.
− Fordern Sie die Behörden auf, sicherzustellen, dass sie vor Folter und anderen Misshandlungen geschützt werden.
− Fordern Sie die Behörden auf, dafür zu sorgen, dass die Familien der drei Festgenommenen vor Einschüchterungen und Vergeltungsschlägen geschützt werden.
− Appellieren Sie an die Behörden, zu der willkürlichen Inhaftierung eine unparteiische Untersuchung durch die Zivilbehörden einzuleiten.

Die Unterschriftenaktion ist bereits abgelaufen und kann nicht mehr online ausgefüllt werden. Sie wird hier nur noch textlich dokumentiert. UAs verfallen automatisch nach 6 Wochen, manchmal gibt es aber auch ein individuell definiertes Ende der UA.

Protestbrief (korrekte Anrede wird automatisch hinzugefügt)

Permítame que me dirija a Ud. para transmitirle mi preocupación por la seguridad de José Ángel Alvarado Herrera, Nitza Paola Alvarado Espinoza y Rocío Irene Alvarado Reyes que parecen haber sido objeto de desaparición forzada a manos del ejército.

Pido a las autoridades que tomen medidas inmediatas para averiguar qué les sucedió a los tres.

Además, les insto a que los acusen formalmente de un delito reconocible o los pongan en libertad.

Insto al las autoridades a proteger a los tres frente a la tortura u otros malos tratos.

Les ruego a proteger a las familias de los tres frente a la intimidación y las represalias.

Por último, les insto que ordenen una investigación civil imparcial sobre esta detención arbitraria.

Con mi mayor consideración

 Zum Auflisten der bisherigen Unterzeichner hier klicken!

Bisher haben 37 Person(en) diese Eilaktion unterzeichnet.
Folgende Unterzeichner erlaubten, dass Ihr Namen (usw.) hier erscheint:

Vorname Name Organisation Ort Land 
Karsten Donat  Bremen BR Deutschland 
Josephin Tischner SJD-Die Falken Berlin Alemania 
Clemens Drechsel Chiapas-Gruppe Tirol Kematen Austria 
David Krol  Jena Alemania 
Patricia Mellmann  Dresden Deutschland 
Gruppe B.A.S.T.A.  Münster Alemania 
Patricia Cervantes  Viena Austria 
Andreas Henrichs  56072 Koblenz Alemania 
Carl Holldorff IWW Altenstadt Alemania 
Peter Fischedick  Limburg Deutschland 
Peter Clausing Red de Comites Oscar A. Romero Potsdam Alemania 
Stefanie Kern  Jena Deutschland 
Jörg Zimmermann  Beetzendorf/OT Poppau Deutschland 
Sabine Birkenfeld Nationaltheater Mannheim Mannheim Deutschland 
Paula Herwig  Leipzig Alemania 
Tim Ackermann  Münster Alemanis 
Fabian Flues  Bayreuth Alemania 
Tobias Wallusch  Dresden Deutschland 
Yann Arhant  Wien Austria 
katharina lauritsch  wien austria 
  Solidaridad Directa con Chiapas Zürich Suiza 
Tina Trinks  Konstanz Germany 
Thomas Haug  Schopfheim Alemania 
Gilberto Rescher  Bielefeld Deutschland 
Janika Herz  Mainz Deutschland 
Malte Täubrich  Schleswig Deutschland 

übersetzung

Keine wörtliche Übersetzung

ich habe von Amnesty International besorgende Informationen über folgende Personen erhalten:

Nitza Paola Alvarado Espinoza; Jose Angél Alvarado Herrera und Rocío Irene Alvarado Reyes.

Am 29. Dezember 2009 wurde Nitza Paola Alvarado Espinoza gemeinsam mit ihren Verwandten Jose Angél Alvarado Herrera und Rocío Irene Alvarado Reyes von zehn Angehörigen der mexikanischen Armee festgenommen. Die Soldaten hatten weder einen Haftbefehl vorgezeigt, noch hatten sie die Festnahme begründet.

Nitza Paola wurde an diesem 29. Dezember zum letzten Mal gesehen. Am 4. Februar 2010 gelang es ihr, einen Freund anzurufen. Sie weinte und sagte: »Bitte hilf mir, hol mich hier raus, ich habe Angst«. Dies war bislang der einziger Kontakt zur Außenwelt. Man geht davon aus, dass alle drei dem »Verschwindenlassen« zum Opfer gefallen ist.

Ich möchte hiermit meine Sorge darüber zum Ausdruck bringen, dass Jose Angél Alvarado Herrera, Nitza Paola Alvarado Espinoza und Rocío Irene Alvarado Reyes offenbar dem »Verschwindenlassen« durch das Militär zum Opfer gefallen sind.

Ich fordere, dass die Behörden umgehend untersuchen, was mit den beiden Frauen und dem Mann geschehen ist und dass sie entweder erkennbar strafbare Handlungen anklagen und vor Gericht stellen oder die betroffenen Personen umgehend freilassen. Ich fordere zudem, dass die Behörden die Personen vor Folter und anderen Misshandlungen schützen sowie die Familienangehörigen vor Einschüchterungen und Vergeltungsanschlägen. Ich appelliere hiermit an die Behörden, eine unparteiische Untersuchung durch die Zivilbehörden einzuleiten.

Hochachtungsvoll,

 Quelle:  
  http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-009-2010-1/foltergefahr 
 

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