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Ein, zwei, hundert Zapa-Radios?

 

Fragen zu Spendenaufruf Zapa-Radio

Direkte Solidarität Chiapas vom 29.07.2003

  Hoi zäme

Ich bin ein alter Fan der Idee zapatistischer Radios. Waren doch die Guerilla-Radios in Zentralamerika ein entscheidender Faktor für den Durchhaltewillen der aufständischen Bevölkerung, und in den Verträgen von San Andrés wurde ebenfalls die Forderung nach eigenen indigenen Medien festgehalten.

Als 1997 Enlace Civil gegründet wurde, war deshalb einer der vier Projekt-Areas dasjenige von zapatistischen Radios. Wir sammelten für diese Radios (u.a. am 2. Interkonti), nur blieben sie aufgrund wichtigerer Prioritäten in der autonomen Bewegung ein Wunschtraum.

Ni modo: Das Geld wurde in den Gemeinden anderweitig verbraten und heute gibt es nun also doch Radios, wobei ich eigentlich davon ausging, es seien verschiedene lokale Stationen am Werk, beispielsweise in der Region von Polhó und Oventik einer auf tzotzil und spanisch. Der Sender, den ich vor einem halben Jahr hörte, sendete morgens und abends jeweils zwei Stunden auf FM. Toll. Hermann Bellinghausen hat übrigens vor zwei Wochen einen interessanten Artikel über die − verschiedenen − Zapa-Radios veröffentlicht, würde sich vielleicht lohnen, den zu übersetzen (siehe unten).

Zu dem Spendenaufruf habe ich zwei Fragen:

ERSTENS − politischer Natur:

»Wie manche der vielen täglich eingehenden Hörerwünsche und Zuschriften beweisen, wird Radio Insurgente auch von Soldaten und Paramilitärs gehört.«, steht da drin. Wohin senden denn die lieben Soldaten und Paras ihre Hörerwünsche und Zuschriften? Finde ich schon ein wenig seltsam, dass ein Piratenradio der Guerilla angeblich mit Adresse und Anschrift funktionieren soll... Oder sind das indirekte Hinweise, also zapatistische Hörer, die über Reaktionen der Paras auf den Sender berichten? Bitte um Aufklärung.

Ausserdem hat doch gerade Marcos dazu aufgerufen, dass sich die Zivilgesellschaft in diesen Wochen in Geduld üben müsse, da sie ihre Strukturen umkrempeln. Deshalb nochmals die vielleicht dumme Frage, ist diese Spendenkampagne wirklich abgesprochen mit den Aguascalientes/Caracoles? Oder läuft sie ins Leere wie unsere vor ein paar Jahren? (Dass das Geld − für was auch immer − gut gebraucht werden kann, daran habe ich keine Zweifel!)

ZWEITENS − technischer Natur:

Bezüglich Kurzwelle muss ich sagen, da bin ich sehr skeptisch, dass das so einfach funktioniert − Marcos-Communiqué hin oder her. Die staatlichen KW-Sender sind im Moment am Aussterben, wegen der SEHR HOHEN Kosten, da das Signal über potente Relais-Stationen weiterverbreitet werden muss (Bsp. siehe unten). Meine eigenen Erfahrungen im Hören von KW-Sendern in den Bergen und Tälern von Chiapas waren bezüglich Empfang auch eher frustrierend.

KOMMT DAZU: die Leute in den Gemeinden selber haben kaum KW-Empfänger! Wozu also ein KW-Radio, wenn die eigene Basis es nicht hören kann? Aber vielleicht werden da auch verschiedene Technologien nebeneinander genutzt, UKW für die Gemeinden, KW für Mexiko, Internetstream für die Welt...

Liebe Grüsse
Philipp, Direkte Solidariät mit Chiapas, Zürich


Aus einer staatlichen Studie zur Abschaltung des Radio Schweiz International:

Studie SRI
Alternativen zur Kurzwelle


Schlechte Empfangsqualität: Die im Kurzwellenbereich verwendete Amplituden-Modulation (AM) ist auf elektrische Störungen (nicht entstörte Verbrennungsmotoren, elektrische Steuerungen und in Zukunft auch PL (Power Line Communication) sehr anfällig. Aus heutiger Sicht kann die Audioqualität höchstens für die Verbreitung von Sprache (Nachrichten) als genügend betrachtet werden. ??Schwierige Bedienung: Das Auffinden eines gewünschten Senders erfordert Fingerspitzengefühl (bei analogen Tunern); erschwerend kommt hinzu, dass eine Tuning- Hilfe wie bei UKW (Anzeige des Programm- oder Sendernamens) fehlt. Für das gleiche Programm sind − abhängig von der Tageszeit und der Saison − unterschiedliche Frequenzen zu wählen, um einen Empfang überhaupt zu ermöglichen. Ein gewisses Know-how über die Ausbreitungsbedingungen ist Voraussetzung, um den gewünschten Sender zu finden. So sind Tageszeiten, saisonale Schwankungen, die Aktivität der Sonnenflecken und die Distanz zum Sender Variable, die den Empfang wesentlich beeinflussen.

(...)

4.1.1.1 Kurzwelle analog

Die im Kapitel 2 beschriebenen oft problematischen Umstände bedingen, dass Sendungen in mehreren Kurzwellenbändern simultan erfolgen müssen, um im angestrebten Empfangsgebiet einen einigermassen akzeptablen Empfang zu ermöglichen. Mit Relais-Stationen im oder nahe am Zielgebiet, die über eine Satelliten-Strecke angespeist werden, kann die Versorgungssicherheit wesentlich verbessert werden. Mit diesen Relais-Stationen im Ausland wird jedoch eine Abhängigkeit von ausländischen Betreibern (Satelliten-Strecke und Kurzwellen- Sendeanlage) eingegangen, die insbesondere in Krisensituationen kritisch sein kann. Aufgrund der technischen Mängel der analogen Kurzwelle ist es durchaus verständlich, dass ein Rundfunkveranstalter je länger desto weniger gewillt ist, den entsprechenden finanziellen Aufwand für diese Übertragungsart zu tätigen.


Quelle:
Direkte Solidaritaet mit Chiapas
Postfach 8616
8036 Zürich, SUIZA

Chiapas - Unterstützungsverein!
Mitgliedschaft für 60.- / Jahr
http://www.chiapas.ch/aktion5.php


Café RebelDía
fein-fair-bio
Eglistrasse 25
8004 Zürich

Bio-Arabica-Kaffee der zapatistischen Kooperative Mut Vitz
Für Deinen täglichen Aufstand!


Das Buch zum Kaffee: "Das Aroma der Rebellion."
Zapatistischer Kaffee, indigener Aufstand und autonome Kooperativen in Chiapas, Mexiko.
http://www.chiapas.ch/index.php?artikel_ID=511


http://www.chiapas.ch
soli AT chiapas PUNKT ch
Tel/Fax: +41-44-400 45 69
PC: 34-529800-6

 Quelle:  
  http://www.chiapas.ch/ 
 

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